Elsfleth - Natürlich lässt sich immer etwas verbessern, doch die Bilanz der Verwaltung, Schausteller und Mitglieder des Ausschusses für Marktwesen und Touristik zum 188. Elsflether Krammarkt fiel positiv aus. „Wir haben in diesem Jahr echt Glück mit dem Wetter gehabt“, sagte Verwaltungsmitarbeiter Andreas Haane und erntete Zustimmung, denn der fast völlig verregnete Markt 2022 war allen noch in Erinnerung. Dieses Jahr lief es anders: Die Sonne strahlte mit den Umzugsteilnehmern um die Wette. Und der Umzug konnte sich sehen lassen. 19 Gruppen nahmen teil. Das sei eine starke Anzahl und reiche beinahe an den bisherigen Rekord von 21 Gruppen heran. „Alle haben sich echt was einfallen lassen und alle sind heil angekommen“, berichtete Andreas Haane, dass es keine Fahrzeugausfälle oder andere Pannen gab.
Kritikpunkt zum Umzug war das Timing der Pausen: Der Umzug stoppte ausgerechnet mitten auf der Kreuzung zur Bundesstraße 212. Dies sei jedoch ein reiner Kommunikationsfehler gewesen, berichtete Thomas Schnare, Leiter des Fachdienstes Ordnung, Jugend und Soziales.
Programm kommt an
Der Marktsonntag, der Familientag, hatte in diesem Jahr erstmals ein Programm. Die Resonanz war gut, auch wenn bei der Besucherzahl hier noch „Luft nach oben“ gewesen sei. Um 14 Uhr startete im Festzelt eine Kinderdisco. Zeltwirt Hans-Georg Niemeyer regte an, die Kinderdisco im nächsten Jahr vielleicht eine viertel oder halbe Stunde nach hinten zu verlegen. Der Zauberkünstler, ebenfalls neu, zog das Publikum am Nachmittag erfolgreich ins Zelt. An beiden Programmpunkten solle auch im nächsten Jahr festgehalten werden, denn neue Veranstaltungspunkte müssten sich erst einmal herumsprechen, sagte Andreas Haane, der zuversichtlich ist, dass das Programm im nächsten Jahr noch größere Zugwirkung hat.
Zeltwirt Hans-Georg Niemeyer wünschte sich jedoch noch mehr Programmpunkte. Denn „sobald das Programm zu Ende ist, sind die Leute raus aus dem Zelt“, sagte er. Nach einiger Diskussion brachte er die Idee eines Bierpong-Turniers auf, die angesichts der Zahl der Studierenden in Elsfleth auf Zustimmung traf. Der Abbau des alten Hafenkrans an der Kaje zu Jahresbeginn war für Elsfleth zwar schmerzhaft, jedoch zeigte sich, dass der Platz für den Markt nun ganz anders genutzt werden konnte.
Die größeren Abstände zwischen den Buden sollten im nächsten Jahr für Sitzgelegenheiten und Tische genutzt werden, schlugen einige Anwesenden vor.
Karussell fehlt
Sylke Menger, die zu den „hinzugezogenen“ Beratern bei der Nachbesprechung gehörte, kritisierte, dass ein Karussell für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren fehle. Es gebe ein Kinderkarussell für die ganz jungen Kinder und mit dem Superhopser und dem Autoscooter ein gutes Angebot für Jugendliche, doch nichts dazwischen, betonte sie.
Es sollte jedoch kein weiteres Großfahrgeschäft sein, mahnte Schausteller Theodor Ausborn, der als Nachfolger von „Wurst Didi“ einen Imbisswagen auf dem Markt betrieben hatte.
Ein großes Fahrgeschäft wie ein „Musikexpress“, der als mögliches Beispiel genannt wurde, sei für die anderen beiden Fahrgeschäfte eine Konkurrenz, machte Theodor Ausborn deutlich. Thomas Schnare warf ein, dass er „kein Fahrgeschäft abgelehnt“ hätte und spielte damit darauf an, dass es immer schwieriger werde, Schausteller für Veranstaltungen zu bekommen.
Gut angenommen wurde auch das Skatturnier, sagte Mitorganisator Heinz Doormann. Das Turnier fand als inoffizieller Programmpunkt vor dem eigentlichen Markt statt. 50 Teilnehmende waren dabei, das Konzept solle im kommenden Jahr für „Nicht-Skat-Spieler“ erweitert werden, kündigte er an.
