Brake/Berlin - Bürgermeister Michael Kurz, Bürgermeister Patrick Kunkel aus Eltville am Rhein und Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger aus Zwiesel im Bayerischen Wald haben jetzt die Eltviller Erklärung mit 310 Unterschriften von Kommunen aus Niedersachsen, Hessen und Bayern an Staatsministerin Sarah Ryglewski (MdB) in Berlin übergeben. Sie ist im Bundeskanzleramt zuständig für die Bund-Länder-Beziehungen und für die nachhaltige Entwicklung.
Weitere Partner gesucht
„Die Kommunen sind dicht dran an den Menschen und an den Entwicklungen“, betonte Bürgermeister Michael Kurz, „deswegen ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass wir uns jetzt für die großen Herausforderungen der Zukunft aufstellen.“ Mit der Eltviller Erklärung wird eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Kommunen gefordert, um notwendige Projekte der Themenfelder Klimaschutz, Energiemanagement, Klimaanpassung und Digitalisierung stemmen zu können.
„Wir wenden uns mit der Übergabe der 310 Unterschriften nun auch an alle Kommunen bundesweit“, sagte Patrick Kunkel aus Eltville am Rhein, denn bisher habe man nur in den drei beteiligten Bundesländern um Mitstreitende geworben. „Wir wissen aber auch, dass es sich hier um eine Zukunftsherausforderung handelt, die ganz Deutschland betrifft.“
Die über die Grenzen von Bundesländern hinausgehende Zusammenarbeit von Brake, Eltville und Zwiesel ist aus genau diesem Grunde zustande gekommen.
Herausforderungen
In den so unterschiedlich in Deutschland verorteten Kommunen werden ähnliche Herausforderungen an die Kommunen in der Zukunft gesehen.
„Bisher haben wir im Stillen nach Unterstützerinnen und Unterstützern gesucht“, ergänzte Karl-Heinz Eppinger aus Zwiesel. Mit der Übergabe der Unterschriften in Berlin sei der Startschuss gefallen, nun weitere Gespräche im Bund und in den Ländern zu führen und auch in allen anderen Bundesländern Kommunen zu gewinnen, die diese Erklärung unterzeichnen.
Die kommunalen Verantwortlichen stellen fest, dass es heutzutage nicht mehr ausreiche, komplizierte Bewerbungsverfahren für Fördergelder aufzulegen. „Wenn wir die Herausforderungen meistern und Entwicklungen bestehen wollen, dann müssen solche Verfahren künftig unbürokratisch und unkompliziert ablaufen“, forderten die drei Bürgermeister in Berlin.
