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Nationalparkhaus in Fedderwardersiel Maritime Bilder und die Kunst der alten Walfänger

Detlef Glückselig
Ursel Koop zeigt in der Ausstellung auch viele Bilder mit Fedderwardersieler Motiven.

Ursel Koop zeigt in der Ausstellung auch viele Bilder mit Fedderwardersieler Motiven.

Fedderwardersiel - Das Nationalparkhaus Museum Fedderwardersiel zeigt ab Montag, 16. August, die Sonderausstellung „Am Meer“. Zu sehen sein werden Drucke und Collagen der Abbehauserin Ursel Koop sowie Scrimshaw-Arbeiten des Brakers Gert Rosenbohm. Die Sonderausstellung hatte eigentlich bereits im vergangenen Jahr laufen sollen und war sogar schon im Nationalparkhaus aufgebaut. Dann kam der Lockdown dazwischen. Nun soll nachgeholt werden, was im vergangenen Jahr nicht möglich war.

Maritime Motive

Ursel Koop präsentiert einige Werke mit Motiven aus Fedderwardersiel, die sie eigens für die Ausstellung angefertigt hat. Darüber hinaus zeigt die Künstlerin farbenfrohe Bilder mit zum Titel der Ausstellung passenden maritimen Szenen aus ihrem Fundus.

Zwei Vorträge

Scrimshaw ist eine alte Ritztechnik, mit der sich früher Seeleute die Zeit vertrieben – sie ritzten kleine Kunstwerke in Wal-Zähne oder -Knochen. Gert Rosenbohm beherrscht diese etwa 200 Jahre alte Technik. Für die Sonderausstellung stellt der Braker ausgewählte Scrimshaw-Arbeiten aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Oktober während der normalen Öffnungszeiten des Nationalparkhauses zu sehen. Begleitend lädt das Nationalparkhaus zu mehrere Sonderveranstaltungen an, die sich mit den Inhalten der Ausstellung befassen.Am Dienstag, 17. August, hält Gert Rosenbohm um 19.30 Uhr einen Vortrag unter dem Titel „Scrimshaw – eine vergessene Kunst?“ Scrimshaw war eine beliebte Beschäftigung vor allem der Walfänger. Die geritzten Zeichnungen wurden mit dem fetten Ruß von Tranlampen geschwärzt. So entstanden einmalige Zeitdokumente, die Gert Rosenbohm in seinem Vortrag vorstellt.Am Sonntag, 3. Oktober, findet von 10 bis 17 Uhr ein Tag mit Scrimshaw-Vorführungen, Mitmachaktionen und einem Kunstmarkt im Nationalparkhaus statt. Besucher können Gert Rosenbohm beim Ritzen über die Schulter schauen und ihm Fragen zu seiner Arbeit stellen. Gegen einen Materialkostenbeitrag von 2,50 können sie zudem selbst eine Scrimshaw-Arbeit anfertigen – natürlich nicht auf Wal-Zähnen, sondern auf Kunststoffplättchen, die heute für diese Kunst verwendet werden. Ein kleiner Kunstmarkt mit Werken von Ursel Koop und Gert Rosenbohm lädt zum Stöbern einAm Donnerstag, 7. Oktober, schließt sich ein weiterer Vortrag von Gert Rosenbohm an. Ab 19.30 Uhr geht es um den historischen Walfang. Der Braker spannt einen Bogen vom Grönlandwalfang der Europäer bis zum amerikanischen Pottwalfang. Wer lernte von wem? Gab es auch vor der Butjadinger Küste Walfang? Diese und andere Fragen wird Gert Rosenbohm klären.

Die Teilnehmerzahl ist bei allen Veranstaltungen stark begrenzt. Daher empfiehlt das Nationalparkhaus eine rechtzeitige Anmeldung unter Telefon 04733/8517 oder per Mail an die Adresse nlph.museum-butjadingen@ewetel.net.

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