Frieschenmoor - Darüber freuen sich wirklich alle Frieschenmoorer: Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses mit der neuen Anlage des Klein-Kaliber-Schieß- und Sportvereins ist abgeschlossen. Hell und freundlich präsentieren sich die Räumlichkeiten, dazu zählen auch die neuen sanitären Anlagen. Rückblick: Über den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wurde die Dorfentwicklung mächtig vorangetrieben.
Pläne 2018 vorgestellt
Mit dieser Maßnahme wird die nachhaltige Entwicklung von Dörfern in ländlichen Gebieten gefördert. Für den Zuwendungsbescheid war die regionale Landesentwicklung Weser-Ems zuständig. Auch Ovelgönnes früherer Bürgermeister Christoph Hartz trieb die Dorfentwicklung unter dem Motto „Vom Nordpol bis zum Salzendeich“ voran. Die Pläne wurden im Oktober 2018 in Frieschenmoor vorgestellt. Begleitet vom Planungsbüro NWP aus Oldenburg ging es zunächst um die energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses. Bei den Schützen um den Vorsitzenden Andreas Thiele reifte dabei der große Wunsch, die alte Schießanlage fit für die Zukunft zu machen. Für die Umgestaltung musste eine fünfstellige Euro-Summe locker gemacht werden. Die Bürgerstiftung Wesermarsch unterstütze das Projekt mit 9000 Euro. Aus der Dorfgemeinschaft Frieschenmoor flossen 2000 Euro, 500 Euro kamen von der Bürgerstiftung Ovelgönne hinzu.
Zwei Zugänge
Anstelle der alten elektrischen Scheibenzuganlage gibt es jetzt eine hochmoderne Technik mit vier Ständen und einer digitalen Messung für die Anzeige und Auswertung. Die Stände sind zudem schnell abzubauen, so kann der Raum bei Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus über die beiden Zugänge vielfältig benutzt werden. Jede Menge Eigenarbeit wurde von den Vereinsmitgliedern für das Projekt geleistet. Unermüdlich dabei war auch der 78- jährige Horst Wieting beim Installieren der Elektrik.
Schon 1957 Jungschützenkönig
Der Rodenkircher war im Verein schon 1957 Jungschützenkönig. Beim Probeschießen war auch der nicht weit von der Anlage entfernt wohnende Stephan Siefken zugegen. Der neue Wesermarsch-Landrat meinte: „Das hier ist gut für den Zusammenhalt auf dem Lande.“ Das starke Wir-Gefühl stellten auch Christoph Hartz und die Frieschenmoorer Ulf Detmers vom Beirat Windpark Frieschenmoor und Hans-Michael Meiser vom Bürgerverein heraus. In Frieschenmoor ist viel erreicht worden. So wurde gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus der neue Dorfplatz mit der Förderung über das Leader-Programm Wesermarsch in Bewegung zu einem Schmuckstück. Aufgewertet wurden auch der Schoolpatt und Schulweg, beide sind zirka drei Kilometer lang. Der Vorsitzende Andreas Thiele kann stolz sein: „Als kleinster Verein im Schützenkreis können wir nun eine hochmoderne Anlage vorweisen.“ Davon erhoffen sich die Schützen einen Aufschwung – insbesondere bei der Jugendarbeit. Über eine Laserschießanlage könnte man schon Kinder frühzeitig an den Schießsport heranzuführen. Möglich sind hier folgende Disziplinen auf dem Zehn-Meter-Stand: Luftgewehr und Luftgewehr aufgelegt sowie Luftpistole und Luftpistole aufgelegt. Die Trainingszeiten für Erwachsene sind mittwochs ab 20 Uhr sowie für Jugendliche samstags 16 bis 17 Uhr. Einen Wunsch haben alle Frieschenmoorer aber doch noch: Dass in der Höhe des Dorfgemeinschaftshauses auch wegen des Schulbusverkehrs eine dauerhafte Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h eingeführt wird.
