Ovelgönne - Überraschende Zahlen aus der Flächengemeinde Ovelgönne: Für das Jahr 2021 sind im grünen Herzen der Wesermarsch so viele Geburten registriert worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. „Im Jahr 2021 wurden in Ovelgönne 55 Geburten gezählt, im Jahr zuvor waren es noch 35“, freut sich Ovelgönnes Bürgermeister Sascha Stolorz, der am 8. Februar 100 Tage im Amt ist und hofft, dass dieser positive Trend auch in den kommenden Jahren anhalten wird.
Und es gibt eine weitere positive Entwicklung. Ovelgönne hatte im Jahr 2021 5293 Einwohner, das sind immerhin 47 mehr als im Jahr zuvor und sogar 125 als im Jahr 2019. Eine Entwicklung, die nicht nur dem neuen Bürgermeister Mut macht.
Lässt sich der seit Jahren zu beobachtende Trend der Landflucht vielleicht sogar umkehren?
Im Speckgürtel
In Großenmeer, im Speckgürtel von dem aus allen Nähten platzenden Oberzentrum Oldenburg geradezu paradiesisch gelegen, sind alle neuen Bauplätze längst vergriffen. Im geplanten Neubaugebiet in Oldenbrok an der alten Bundesstraße 211 gibt es für die 20 geplanten Bauplätze inzwischen 110 Bewerber. Auch im Burgdorf Ovelgönne sind im Neubaugebiet „Zur Hengstweide“ alle Bauplätze vergeben.
Kita, Kindergarten, Hort, Grundschule, individuell maßgeschneiderte Kinderbetreuung und ein intaktes und aktives Vereinsleben: in Sachen Familienfreundlichkeit kann Ovelgönne mit Pfunden wuchern, von der so manche Großstadt-Mutter nicht einmal zu träumen wagt. Das gesunde Wachstum in Ovelgönne lässt sich in einer Alltagszene aus Großenmeer gut einfangen. Beim Small-Talk in der Bäckerei des Gast- und Eventshauses fragte eine Verkäuferin „Hey, bist Du schwanger?“ Die Antwort: „Nicht nur ich, die ganze Neubau-Siedlung ist schwanger.“
Ungeachtet dieser frohen Botschaften wird an diesem Donnerstag, 27. Januar, 19.30 Uhr, die 3. Sitzung des Rates der Gemeinde Ovelgönne im König von Griechenland eröffnet. „Es ist die wichtigste Sitzung des Jahres, denn der Haushalt wird verabschiedet“, pflegte der frühere CDU-Ratsherr Gunther Hellwig in seinen vergangenen 35 Ratsjahren zu sagen. Und Recht hat er, denn nach dem Stand der Dinge wurde in den vergangenen Tagen noch mächtig an den Zahlen geschraubt, ohne jedoch eine Ausgeglichenheit erreichen zu können.
Acht Ratsdamen
Aus diesem Grund fängt die Arbeit der acht Ratsdamen, der acht Ratsherren und des Bürgermeisters jetzt erst so richtig an, denn es gibt noch eine Menge zu tun. Geld fehlt an allen Ecken und Kanten und bei den Einsparmöglichkeiten ist längst das Ende der Fahnenstange erreicht.
