Eckfleth - Alte Bilder und Fotografien, unzählige Bücher, Mappen, alte Folianten und handschriftlich festgehaltene Erinnerungen zeugen im Studierstübchen von Gerold Maas von der Heimatverbundenheit und dem historischen Interesse des ehemaligen Landwirtschaftsmeisters. An diesem Mittwoch feiert der Eckflether seinen 85. Geburtstag. Gerold Maas wuchs im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern an der Georgstraße auf und besuchte die Eckflether Schule. In Döhlen bei Huntlosen absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung. 1962 übernahm er den Hof der Eltern.
Geschichte Moorriems
Das Interesse an der Geschichte Moorriems mit Land und Leuten begann schon in jungen Jahren und ist bis heute für ihn ein wichtiger Lebensmittelpunkt. Die Heimatverbundenheit schlägt sich für den „Hobbyhistoriker“ auch in den Vereinsmitgliedschaften nieder. „Es stellt sich eher die Frage, in welchem Verein ich nicht engagiert bin“, schmunzelt der Eckflether. Bereits im Alter von 11 Jahren wurde er Mitglied des Moorriemer Reitklubs, er zählt zu den Gründungsmitgliedern der Moorriemer Landjugend und mit Gleichgesinnten gründete er den heute nicht mehr existierenden Verein „Weser-Marsch-Moor“.
Schützenverein, Soldatenkameradschaft, Bardenflether Turnerbund, Fischereiverein, Sielacht, Landvolkverein und mehr, seine Mitgliedschaften bestärkten Gerold Maas stets, sich für die Vereinsziele einzusetzen und engagiert auf Spendensammeltouren zu gehen. Verständlich, dass Maas von zahlreichen Vereinen die Ehrenmitgliedschaft für seine Verdienste verliehen wurde.
Mann des Jahres
2019 wählten ihn die NWZ-Leser zum „Mann des Jahres“. Im Team der Mitarbeiter der 1997 erschienenen „Moorriemer Chronik“ leistete der Eckflether mit der Aktualisierung des Moorriemer Bauernregisters von 1922 bis 2004 einen wichtigen Beitrag. Fündig wurde Maas in mühsamer Kleinarbeit im Oldenburgischen Staatsarchiv, in Brandkassendokumenten, Jahrbüchern, aber auch im Elsflether Rathaus.
Heimatkunde direkt „vor Ort“ – das waren für Gerold Maas auch die Führungen von Besuchergruppen rund um die Gellener Torfmöörten. Dort begeisterte er seine Begleiter mit seinem Wissen um die Geschichte und Eigenarten dieses Gebiets mit den zahlreichen Moorteichen (Torfmöörten). Auch wenn Gerold Maas seine Aktivitäten ein bisschen heruntergeschraubt hat, in seiner Klause unterm Dach des Hauses an der Gartenstraße bleibt sein Interesse an der Geschichte Moorriems ungebrochen – es gibt noch viel zu tun.
