Zum letzten gemütlichen Kaffeenachmittag des Jahres hatte sich der Berner Bürger- und Heimatverein etwas Besonderes einfallen lassen: Statt Bingo gab es im Dorfgemeinschaftshaus nach dem geselligen Kaffeetrinken eine kleine Lesung. Almut und Heinz Ramke waren zu Gast, um die rund 30 Mitglieder mit allerlei plattdeutschen Geschichten zum Lachen zu bringen. Um Bücher ging es aber auch schon, bevor das Ehepaar einzeln oder in Dialogform die lustigen Anekdoten zum Besten gab. Klaus Osterloh stellte den Freunden seine druckfrische Chronik vor, in der es um die Hausschlachterei seines Vaters Christian ging. Bestimmt ist das in winziger Auflage erschiene Werk allerdings nicht für den Verkauf, sondern für Osterlohs Familie.

Gesellig geht es natürlich auch im neuen Jahr beim Bürger- und Heimatverein weiter. Der erste Termin 2014 wird am 15. Februar die Kohlfahrt sein.

Mehr darüber erfahren, wo die kuscheligen Alpaka-Socken herkommen, die viele der Bewohner immer am Heiligabend in ihren Geschenktüten finden, konnte man am Sonntag beim vorweihnachtlichen Basar in Kükens-Pflegeheim, zu dem nicht nur Freunde und Verwandte eingeladen waren. Familie Fortmann, die die Alpakas in Ganderkesee züchtet, hatte ihr buntes Angebot im Café aufgebaut. Weihnachtliche Gestecke, Gebasteltes und Gestricktes verschiedener Anbieter gehörten ebenso zum abwechslungsreichen Nachmittag, wie hausgemachte Torten und ein Auftritt des Frauengesangsvereins „Sing mit!“.

Dabei wurde nicht nur zugehört, sondern vom Publikum nach einer musikalischen Einstimmung von Gabriele Mühr-Stolzenburg und ihren Sängerinnen das Mitsingen erwartet. Mit den zuvor verteilten Texten kam diese Idee bestens an. „Aber keine Weihnachtslieder“, hieß es, denn so etwas ist bei den Bewohnern und den Besuchern erst traditionell nach dem Totensonntag Brauch. Die weihnachtlichen Basteleien, die Ergotherapeutin Alena Spinning mit der Kreativgruppe des Hauses angefertigt hatte, fanden dagegen schon viele Interessenten, genau wie die Stricksachen von Adele Stührmann. Bis 1991 arbeitete sie bei Kükens, erzählte die Seniorin, die seitdem viel Zeit zum Handarbeiten hat. Sie freute sich, viele alte Bekannte wiederzutreffen.