Großenmeer - Manchmal müssen Ziele neu definiert werden. Jürgen Ahlers bestätigt das gerne. Vor dem Beginn der Saison 2021/2022 hatte der Trainer der Fußballerinnen der SG Großenmeer/Bardenfleth erwartet, dass sein Team am Ende der Spielzeit Tabellenplatz vier, fünf oder sechs der Kreisliga belegen würde. Spätestens am Samstag überzeugten ihn eine Spielerinnen endgültig davon, dass sie besser sind, als er es erwartet hatte. Nach dem 5:0-Heimsieg gegen den TV Neuenburg führen sie die Tabelle mit 25 Zählern und drei Punkten Vorsprung vor dem SV Eintracht Oldenburg an.
Aufzug in die Bezirksliga
Die beiden Erstplatzierten nehmen den Aufzug in die Bezirksliga. Auch SW Oldenburg (20 Punkte) und die SG SchEdammBäke (18) haben Aufstiegschancen. Sie haben noch zwei Nachholspiele.
Aber die besten Karten hat Großenmeer. Gegen Neuenburg sei seine Elf „total überlegen“ gewesen, sagt Ahlers, obwohl er zahlreiche Stammspielerinnen ersetzen musste. Das Spiel habe unter dem Motto „Jugend forscht“ gestanden. Dennoch habe Torhüterin Sofie Siemer nur zwei Bälle halten müssen.
Frauen, KreisligaSG Großenmeer/Bardenfleth - TV Gut Heil Neuenburg 5:0 (3:0).
Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Jessica Szeranowicz (2., 17., 20.), 4:0 Marie von Deetzen (54.), 5:0 Merle Janssen (56.).
SG: Sofie Siemer - Maren Rogge, Anne Fengel, Emma von Deetzen, Sophie Böttcher, Merle Janssen, Tina Schröder, Cecile Schmikale, Nina Schröder, Hanna Gebken, Jessica Szeranowicz; Marie von Deetzen, Juliet Morssink, Pauline-Anna Lenz, Annika Rogge, Viona Behrens.
Junge Spielerinnen
Die Integration der jungen Spielerinnen in das Kreisliga-Team läuft problemlos. Das liege am Zusammenhalt, sagt Ahlers. Es sei ein riesiger Vorteil, dass 95 Prozent der Spielerinnen im Verein groß geworden seien. Wenn er Unterstützung aus der zweiten oder dritten Mannschaft benötige, reiche ihm ein Anruf – und schon stehe Hilfe parat. „Das klappt super“, sagt er.
Die Teams sind untereinander eng verzahnt. Ahlers trainiert auch die Zweite, während Annika Rogge und Jurkea Maas die Dritte trainieren. Beide spielen im Kreisliga-Team.
Und dieses Team könnte sich in der kommenden Saison in eine Bezirksliga-Mannschaft verwandeln. Wenn seine Elf oben bleibe, werde sie die Aufstiegschance wahrnehmen, sagt Ahlers. Schließlich kennen der Coach und viele Großenmeerer Spielerinnen die Bezirksliga bestens. In der Kreisliga spiele seine Elf stets oben mit, in der Bezirksliga werde es erfahrungsgemäß schwieriger, sagt der Trainer.
Herausforderung
Die SG nimmt die Herausforderung gerne an. Schließlich spielen laut Ahlers richtige gute Talente in seiner Mannschaft. Es gibt Entwicklungspotenzial. Das lässt sich auch über das Kopfballspiel seiner Elf sagen. „Das haben wir große Probleme“, sagt Ahlers. Seine Spielerinnen müssten lernen, die Stirn hinzuhalten, sagt er – mit einer Stimme, die verrät, dass er dieses Ziel auch in Zukunft hartnäckig verfolgen wird.
