Großenmeer - Wenn sich die Türen des Mannschaftsbusses am Samstagnachmittag öffnen, steigen die Fußballerinnen der SG Großenmeer/Bardenfleth selbstbewusst und mit einem klaren Ziel vor Augen aus: Sie wollen den Kreispokal gewinnen. Das Endspiel gegen die SG STV/ESV Wilhelmshaven beginnt um 17 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Flutstraße 130 in Wilhelmshaven.
Erfolgreiche Spielzeit
Beide Teams blicken auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück. Die Großenmeererinnen sind Tabellendritter der abgelaufenen Kreisliga-Saison, die Wilhelmshavenerinnen Meister in der 2. Kreisklasse geworden. Das Team aus der Jadestadt hat nur ein Punktspiel verloren.
Zu den zahlreichen Siegen zählten vier Erfolge gegen die beiden Reserve-Teams der SG Großenmeer/Bardenfleth. „Wir haben also auch noch etwas gutzumachen“, sagt Großenmeers Trainer Jürgen Ahlers. Schließlich ist er auch der Coach der Großenmeerer Zweiten.
Er kennt die Wilhelmshavenerinnen und warnt vor den torgefährlichen Angreiferinnen Lea Michele Schild und Leonie Weers. Torschützenkönigin der 2. Kreisklasse wurde aber eine Spielerin aus der Wesermarsch: Laura Pargmann vom AT Rodenkirchen. Sie hat 23 Tore geschossen.
Torjägerin
Die Großenmeererinnen stellen die beste Torschützin der Kreisliga: Merle Janssen erzielte in der Saison 2021/2022 17 Tore. Jessica Szeranowicz belegt mit elf Treffern den geteilten dritten Platz der Torjägerinnenliste. Sie fällt am Samstag aus. Auch Meta Meiners wird der SG fehlen. Die frei gewordenen Plätze im Kader werden laut Ahlers mit Spielerinnen aus der Zweiten und der Dritten aufgefüllt.
Trotzdem bleibt den Großenmeererinnen die Favoritenrolle – und diese nehmen sie an. „Wir spielen schließlich zwei Klassen höher als Wilhelmshaven“, sagt Ahlers.
Wer die Stärke seiner Mannschaft einordnen möchte, dem empfiehlt er einen Blick auf das Ergebnis des Halbfinales. Ende Mai gewann sie in Sandkrug mit 4:1 gegen Schwarz-Weiß Oldenburg. „Das zeigt, was möglich ist, wenn alle Spielerinnen dabei sind“, sagt Ahlers. Zum besseren Verständnis: Die Sandkrugerinnen sind in der Kreisliga unangefochten Meister geworden und in die Bezirksliga aufgestiegen.
Mutige Spielweise
Vor diesem Hintergrund hat sich Ahlers für eine mutige Spielweise entschieden, obwohl Wilhelmshaven auf dem Weg ins Finale ausschließlich Teams aus der Kreisliga und der 1. Kreisklasse ausgeschaltet hat. „Wir wollen von Anfang an Gas geben und Wilhelmshaven nicht ins Spiel kommen lassen. Wenn es normal läuft, müssten wir gewinnen“, sagt er. „Aber es kann natürlich auch ganz anders laufen.“ Fest stehe nur eines: „Nach der Partie wird gefeiert. So oder so.“ Und zwar mit den Fans. Denn auch die werden im Bus mitfahren.
