Ovelgönne - Neue Lüftungsanlagen wurden nun in den beiden Grundschulen in Ovelgönne und Großenmeer in Betrieb genommen. Im November 2020, mitten in der Corona-Pandemie, hatten SPD, die Grünen und die Unabhängigen Wähler Ovelgönne (UWO) einen Antrag zum Einbau Raumlufttechnischer Anlagen in den Grundschulen Großenmeer und Ovelgönne gestellt. Nachdem der Antrag vom Rat genehmigt wurde, konnte 2021 das Konzept erarbeitet werden.
Doch dieses umzusetzen, war gar nicht so leicht. Zweimal musste die Verwaltung das Projekt ausschreiben. Die erste öffentliche Ausschreibung blieb ohne Angebote. Erst bei der zweiten beschränkten Ausschreibung konnte der Auftrag erteilt werden, teilt die Gemeinde mit. Dann erschwerten auch noch Lieferschwierigkeiten durch die Corona-Pandemie die Umsetzung des Projektes. Doch nun konnten die vier Anlagen angeschlossen werden.
Die Anlagen saugen die verbrauchte Luft ab und führen gefilterte Frischluft von außen zu. Dabei wird die Luft von Schadstoffen, Allergenen und Schadstoffpartikeln gereinigt. Die Anlagen können zudem zur Kontrolle der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit beitragen. Im Vergleich zum konventionellen Lüften, bei dem die Wärme oder Kälte der abgelüfteten Luft verloren gehe, könnten moderne Anlagen Wärmerückgewinnungssysteme nutzen, um die Energieeffizienz zu steigern. Die Anlagen leisteten einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Schulkinder mit gesunder Luft konzentrierter arbeiten können, teilte die Gemeinde mit, zudem geschehe dies auf umweltschonende und nachhaltige Weise, heißt es weiter.
Das Projekt konnte durch Fördermittel des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu 80 Prozent finanziert werden. Die restlichen 20 Prozent trägt die Gemeinde Ovelgönne. Das Ingenieurbüro „Reim und Reimers“ aus Bremerhaven begleitete das Projekt.
