Nordenham - Am Ende des zehnten Gymnagrooves brachte es die stellvertretende Schulleiterin, Anja Cotte, vom Nordenhamer Gymnasiums auf dem Punkt „Nordenham hat den Groove“. Davon konnten sich auch die Besucher in der vollbesetzten Jahnhalle am Samstagabend überzeugen. Es war der erste Gymnagroove seit Corona.
Anfängliche Anspannung
„Es müsste immer Musik da sein, bei allem was Du machst“, zitierte Bürgermeister Nils Siemen den Songwriter ZSK zu Beginn seiner Begrüßung. „Ziel ist es, dass junge Talente wieder einmal zeigen können, was sie gelernt haben.“ Nils Siemen dankte auch Allen, die dafür gesorgt haben, dass der Gymnagroove wieder stattfinden konnte. Für Anja Cotte ist der Abend eine Anerkennung für die harte Arbeit der einzelnen Akteure und auch eine Motivation, weiterzumachen.
Die Moderation an diesem Abend übernahmen Anna-Maria Gorges und Julia Magdalena Krysinska, die auch kurze Interviews mit Musikern und Lehrern führten. Den Anfang machte die Bläserklasse 5 unter der Leitung von Elmar Stamm. 16 Nachwuchsmusikerinnen und –musiker betraten noch etwas schüchtern die Bühne. Als jedoch der erste Applaus nach dem „Hard Rock Blues 2.0“ erklang, fiel die Anspannung von den Schülerinnen und Schülern ab. Sie harmonierten auch beim „Power Rock“ gut zusammen und fühlten sich sichtlich in dem musikalischen Genre wohl.
Weiter ging es mit den „alten Hasen“ Hannah Stöver und Alicia Keller, die schon mehrfach beim Gymnagroove auf der Bühne standen. Seit nahezu fünf Jahren singen die Beiden schon und zeigten mit „Royals“ und „Ist das noch Punkrock?“ ihre musikalische Vielfalt. Mit diesem Auftritt verabschiedeten sich die beiden von der Gymnagroove-Bühne, denn jetzt steht erst einmal das Studium auf dem Programm.
Unter der Leitung von Tymm Pyttlik präsentierten sich die Trompeter des Gymnasiums und zeigten eine tolle Performance mit „Aura Lee“, „Die Gedanken sind frei“ und „Over the rainbow“. Die nächste Solistin, Dana Pargmann, holte sich zunächst spontan Unterstützung von Hannah und Alicia bei dem Song „Another Love“, sang dann mit ihrer schönen Stimme alleine „Litte Talks“. Dann wurde es etwas voller auf der Bühne, als der Chor & Groovin’ Beats, unter der Leitung von Julia Mehrens auftrat. „Es ist einfach toll zu sehen, wie sich der Chor von Null bis heute entwickelt hat“, sagte Julia Mehrens. Und das Publikum gab dem mit viel Applaus Recht.
Nach der Pause waren die Bands an der Reihe. Den Anfang machte die Trommel-AG Groovin’ Beats unter der Leitung von Yeti Mansena. Rhythmusgefühl und im Gleichklang zu spielen ist eine Herausforderung, die von den drei Drummern sehr gut umgesetzt wurde. Auch die Soli kam sehr gut an. Als erste Gastband trat Tiny Tunes von der Oberschule am Luisenhof, unter der Leitung von Eike Harnisch auf. Musikalisch sehr vielfältig präsentierten sie „Somewhere only we know“, „I’m still standing“, „I want you to want me“ und „No time to die“. Weiter ging es mit B.ON Bigband ohne Namen, unter der Leitung von Elmar Stamm. Hier reichte die Bühne kaum aus, so viele musikalische Akteure traten auf. Die junge Bigband lieferte ein tolles Zusammenspiel, so dass man hier kaum noch von Anfängern sprechen kann. Das Gymnasium kann stolz auf diese vielen Talente sein.
After-Show-Party
Den Abschluss des musikalischen Abends lieferte Jamaniacs, die Schulband der Zinzendorfschule Tossens, unter der Leitung von Wilhelm Magnus. Hier stach vor allem Sängerin Svenja Beyer heraus, die mit ihrer Stimme das Publikum bei Songs wie „Zombie“, „It’s a beautiful day“ und „Sunroof“ zu begeistern wusste. Zunächst noch etwas schüchtern, kam sie Song für Song mehr aus sich heraus und lieferte eine tolle Leistung ab. Danach hatten sich alle die After-Show-Party redlich verdient und feierten mit Lehrern, Eltern und Geschwistern noch bis spät in den Abend hinein.
Gymnagroove 2023 Nordenham Jahnhalle
Kerstin Seeland
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