Brake - „Der Besuch heute hat mich bestätigt, dass die Entscheidung gut und richtig war.“ Mit diesen Worten zog Professorin Dr. Sabine Bruns-Vietor von der Hochschule Osnabrück eine positive Bilanz ihres Abstechers nach Brake am Montag, bei dem 56 Studenten aus China die Firma J. Müller kennenlernten.
Sabine Bruns-Vietor lehrt Logistikmanagement an der Hochschule Osnabrück. Da lag es für sie nahe, den Studenten aus Hefei/China auch einmal die Arbeitsabläufe in der Praxis am Beispiel des Braker Hafens näher zu bringen, den sie vor zweieinhalb Jahren – in anderer Funktion – schon einmal besucht hatte. Sie fragte daher in Brake nach und erhielt eine Zusage.
Es war eine Premiere: Der erste Jahrgang aus China (drittes Studienjahr) hat im gemeinsamen Studiengang Internationales Logistikmanagement China „LOGinChina“ erstmals im Rahmen der Kooperation beider Hochschulen ein Auslandssemester in Osnabrück begonnen. Der erste Besuch in Brake war für alle Teilnehmer dann auch beeindruckend, sagte die Professorin. Es sei besonders reizvoll, dass so ein kleiner Standort, im Vergleich mit der Millionenmetropole Hefei, über so viel Logistik-Power verfügen würde. Die Studenten hätten den Gegensatz Brake/China deutlich wahrgenommen, sagte sie.
Dass solche Exkursionen fürs Studium wertvoll sind, bestätigte Projektmanager Christoph Bruns (J. Müller Breakbulk Terminal), der an der Seefahrtschule in Elsfleth studiert hat. „Wir leisten etwas, was viele in der kleinen Stadt nicht vermuten.“ Brake sei beispielsweise Europas Importhafen Nummer eins für Futtermittel, merkte er an.
Nach dem Besuch in Brake fuhr die Gruppe weiter nach Bremen zur Bundesvereinigung Logistik, die sich vorstellte. Am Abend waren die chinesischen Studenten zurück in Osnabrück.
