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NWZonline.de Region Wesermarsch

Nachbarschaft: Kunstwerk aus Holz ziert die Kurve

15.09.2018

Hakendorferwurp Was die Städter heutzutage „Vernetzung“ nennen, gibt es auf dem Land schon lange. Jeder kennt einen, der einen kennt, und so werden Dinge möglich, von denen andere nur träumen – wie zum Beispiel die neue Sitzecke mit Kunstwerk, die die Straßengemeinschaft Hakendorferwurp jetzt an der scharfen Rechtskurve der Schweier Straße aufgestellt hat.

„Genau auf der Grenze zu Rodenkircherwurp“, sagt Karl Meischen, einer der 15 Hakendorferwurper. Und genau auf dieser Grenze haben die 15 Anwohner aus sieben Häusern von Hakendorferwurp am Donnerstagabend die neue Sitzecke feierlich eingeweiht. Als Ehrengast dabei: Bürgermeister Klaus Rübesamen. Er dankte den Bürgern „für Idee, Planung und Ausführung“. Die Gemeinde musste nur Muttererde und Grassamen dazu geben.

Früher, erzählt Karl Meischen, war die Rechtskurve der damaligen Bundesstraße 437 noch schärfer. Nachdem sie im Zuge einer Neutrassierung entschärft worden war, kam hier erstmals eine Sitzgruppe hin. Doch sie ging den Weg aller Dinge und verrottete mit der Zeit. Da nahmen die Nachbarn die Sache selbst in die Hand und zeigten, was „Vernetzung“ auf dem Land bedeutet.

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Durch einen Tipp erfuhr Hans Bruns von einer großen Eiche, die an der Jungfernstraße in Rönnelmoor einem der Herbststürme des vergangenen Jahres zum Opfer gefallen war. Ein weiterer Bekannter in Strückhausen sägte das Holz zu – „für ‘n Kasten Bier“, wie Hans Bruns erzählt.

Und jetzt kommt einer der Hauptakteure ins Spiel: Albert Sandmann, gebürtig aus Remels in Ostfriesland und seit fünf Jahren Hakendorferwurper. „Holz ist mein Ding, mein Leben“, sagt Albert Sandmann, und wer sich die Sitzgruppe ansieht, hält das eher für eine Untertreibung. Aus dem Eichenholz hat er eine schwere, reich verzierte Sitzgruppe gezaubert, die höchste Bewunderung verdient.

Das I-Tüpfelchen ist aber das Kunstwerk, das Albert Sandmann geschaffen hat: ein Wesen, knapp mannshoch, mit Fratze, heraus getreckter Zunge und Wetterstein.

Alle schweren Sachen stehen auf grauen Gehwegplatten. Beim Ausheben des Fundaments sind die Anwohner übrigens auf Reste der alten Bundesstraße gestoßen: Klinkersteine. Die ruhen weiter unter der Sitzgruppe.

Aufgestellt worden ist das Ensemble schon Anfang August, der Anwohner Rainer Böger hat die schweren Sachen mit Trecker und Frontlader hingefahren. Wer die erste Nutzerin war, wissen die Hakendorferwurper selbstverständlich auch: die Rodenkircherin Edelgard Jabben, die alle nur Muckel nennen. Auf einer ihrer Radtouren hat sie die neue Errungenschaft eingeweiht.

Und so soll es sein: Wer hier vorbeikommt, ist zu einer Pause eingeladen. Und dass die Hakendorferwurper hier oft sitzen – ob zum Frühstück oder zum Abendschluck –, versteht sich wohl von selbst.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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