Blexen - Wenn an der Fassade übergroße Spinnen krabbeln, Nebelschwaden in der Dunkelheit das Haus umhüllen und Kinder laut vor Schrecken schreien, dann ist wieder Melanie Heyers Lieblingszeit gekommen: Halloween. Seit sie mit ihrem Ehemann Christian 2016 in das Haus an der Achternstraße 10 in Blexen gezogen ist, darf das schaurig-schöne Gruselhaus auf keiner Klingeltour am 31. Oktober fehlen. Mit viel Liebe zum Detail, lebensgroßen Horrorpuppen und einer Menge Spezialeffekten wird das Haus jährlich zu Halloween geschmückt und ist mittlerweile die Adresse zum Gruseln für Jung und Alt. Dabei gilt für Melanie Heyer: „Es muss immer etwas Neues dabei sein, es darf nicht langweilig werden.“ Und deswegen lohnt sich auch in diesem Jahr ein Besuch bei Familie Heyer.
Gruselige Clowns
Die 52-Jährige steckt mitten in den Vorbereitungen. Kürbisse, Skelette und allerlei Halloween-Dekoration schmücken seit Mitte Oktober das Haus der Familie, das bereits jetzt viele neugierige Blicke auf sich zieht, wie Melanie Heyer beobachtet. Die ganz große Grusel-Überraschung folgt wie üblich erst am kommenden Dienstag, 31. Oktober. Ganz zum diesjährigen Thema „Zirkus und Gruselclowns“ warten im Eingangsbereich vor der Haustür dann „Baby-Pennywise“ und der selbstgebaute Clown „Kasper“ auf die Besucher.
Nichts für schwache Nerven: Bei Dunkelheit soll der selbstgebaute Clown „Kasper“ möglichst viele Besuche erschrecken.
Stephanie Meyer
Rückblick auf vergangenes Halloween: Bei Anbruch der Dunkelheit wird das Haus an der Achternstraße zum Gruselhaus.
Melanie Heyer
Liebe zum Detail: Der Aufwand für ein solches Gruselhaus ist groß.
PrivatWie im vergangenen Jahr spielt sich der Höhepunkt auf der überdachten Einfahrt neben dem Haus ab: „Zum ersten Mal bauen wir ein Maislabyrinth auf“, verrät Melanie Heyer. Der Platz sei zwar begrenzt, aber „auf dem Weg zur Tür werden die Besucher viel erleben“, verspricht sie. Geplant sind diesmal ein Ein- und Ausgang – wer also Süßigkeiten haben will, der „muss mutig sein, das Herz in die Hand nehmen und durch den Vorhang gehen“, sagt die 52-Jährige, „in diesem Jahr wird nicht gekniffen.“
Stimmung gedrückt
Der Aufwand für ein solches Gruselhaus ist groß, weiß Melanie Heyer. Von den ersten Ideen bis zum Aufbau vergehen rund vier Monate. Einige Dekoartikel müssen jährlich neu gekauft werden, vieles bastelt Ehemann Christian aber selbst. Dass die Planung nicht immer perfekt läuft und auch improvisiert werden muss, haben die Heyers in diesem Jahr erfahren müssen. Überschattet wird die Vorfreude auf das Fest von gleich zwei Fällen, in denen sie auf sogenannte „Fakeshops“ hereingefallen sind: „Ich habe für Halloween Deko bestellt und bezahlt, es ist aber nie angekommen“, sagt Melanie Heyer. So sollte eigentlich in diesem Jahr die Garage am Haus miteinbezogen werden.
Die Auswahl an Dekoartikeln lasse zudem zu Wünschen übrig: „Halloween wird leider in Deutschland weitaus nicht so gefeiert wie beispielsweise in den USA“, bedauert der Horror-Fan. Ihr sei es ein Anliegen, mit ihrem Gruselhaus auch andere zum Schmücken zu inspirieren.
Fünf Kilo Süßes
An Halloween erwartet Familie Heyer ab 17 Uhr die ersten mutigen Besucher. Gewappnet sind sie mit rund fünf Kilogramm Süßkram. „Hoffentlich reicht das“, sagt die Blexerin und erinnert sich an das vergangene Gruselfest: „Um die 200 Leute waren bestimmt da, die ganze Straße war voll.“ Ob das Gruselhaus in Blexen in diesem Jahr wieder so viele Besucher anlockt, bleibt abzuwarten.
