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Landwirtschaft In Der Wesermarsch Gemeinsam für eine alte regionale Rasse

Wolfgang Böning

Südbollenhagen/Jaderkreuzmoor - Sven Gramsch hat als Bio-Landwirt ein Faible für das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind (DSN). „Diese alte regionale Rasse wird nur noch sehr selten gezüchtet. Im Gegensatz zum Holstein-Rind ist das DSN kleiner und breiter und auch robuster. Wir sind ein Bioland-Betrieb und Teil einer Bauern-Meierei, an der noch 32 weitere Landwirte beteiligt sind“, sagt der 25-Jährige gegenüber unserer Redaktion.

8000 Liter pro Jahr

Hamfelder Hof nennt sich die Gemeinschaft,mit dem Sitz in 21493 Mühlenrade. Die Mitglieder setzen auf ökologische und nachhaltige Landwirtschaft. „Bei uns steht das Tierwohl im Vordergrund, nicht die Anzahl der Liter Milch“, so der Milchbauer. „Während eine Holstein-Kuh zirka 10 000 Liter Milch im Jahr gibt, kommt das Schwarzbunte Niederungsrind nur auf etwa 8000 Liter “, betont der Landwirt. Der Fett- und Eiweißgehalt in der Milch sei aber höher. „Wir wollen keine Hochleistungskühe, die mit teurem Zusatzfutter auf möglichst viel Leistung getrimmt werden“, sagt Sven Gramsch.

Rind behält Hörner

„Bei uns soll nicht jeden zweiten Tag der Tierarzt auf den Hof kommen“, nennt der Milchbauer die Schattenseiten der Hochleistungszucht. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal der Kühe sind hier die Hörner. „Bei uns behalten alle Rinder ihre Hörner“, sagt Sven Gramsch.

„Unsere Kühe bekommen, wenn sie krank sind, homöopathische Mittel. Nur im absoluten Notfall wird auf Antibiotika zurückgegriffen. Deshalb sind wir auch vom Milchpreisverfall nicht so betroffen, da der Preis für Bioland-Milch höher liegt“, sagt er.

Unterstützt wird Sven Gramsch von seine Verlobten, der 22-jährigen Jana Ulrich.


Neuer Melkstand

Der „Mühlenhamm“ ist auf drei ehemalige Bauernhöfe verteilt, die hintereinander an der Kreuzmoorstraße liegen. Neben dem Gramsch-Anwesen geht es über die Jade-Brücke, hier beginnt die Bauernschaft Jaderkreuzmoor, zum Jader-Vorwerk Hof „Backhaus“ und zum ehemaligen „Schmidt“-Hof. Die Fläche umfasst nun insgesamt 240 Hektar, vorwiegend Weideland für die Herde mit 150 Kühen Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind und den zusätzlichen Jungrindern.

Erstmals stand der Weg über die Jadebrücke zum neuen Melkstand auf dem Vorwerk-Hof an. Der Auftrieb über die einige hundert Meter lange Strecke wurde von Freunden und Bekannten abgesichert. Vorne weg dabei waren Sven Gramsch und Jana Ulrich.

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