Elsfleth - Sieben Spiele, sieben Siege: Die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB schweben derzeit auf einer Euphoriewelle. Auch wenn der 32:26-Heimerfolg am vergangenen Wochenende gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg eher in die Kategorie „Arbeitssieg“ fiel, gibt es an der bisher gespielten Saison kaum etwas zu mosern. Wenn es nach Trainer Sascha Klostermann geht, bleibt das auch noch eine Weile so. An diesem Samstag gastiert der ETB um 16.30 Uhr beim TSV Altenwalde, um die beeindruckende Serie auszubauen.

Die Altenwalderinnen sind derzeit zwar „nur“ Neunter in der Zwölfer-Staffel, ihre beiden bisherigen Heimspiele haben sie allerdings beide gewonnen. „Die sind schon seit Jahren als heimstark bekannt“, sagt Klostermann, der allerdings ein wenig rätselt, woran das überhaupt liegt. Zumindest seien dort nicht mehr Zuschauer als anderswo.

Die bislang eher mickrige Punktausbeute des TSV kann sich Klostermann ebenfalls nicht so ganz erklären. „Sie sind sehr eingespielt, ausgeglichen besetzt und kämpferisch stark“, lobt der Elsflether Trainer.

Sie seien keinesfalls zu unterschätzen, zumal ohnehin jeder Gegner immer mit einer gehörigen Portion Extra-Motivation ausgestattet sei, wenn es gegen den Spitzenreiter geht. „Das haben wir auch schon gegen Grüppenbühren gemerkt. Und Altenwalde schätze ich nochmal ein Stück stärker ein als Grüppenbühren“, sagt Klostermann.

Druck kommt momentan aber nicht nur vom Gegner, den mache sich die Mannschaft auch selbst, wie Klostermann meint. „Als Tabellenführer hat man immer ein bisschen Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden“, sagt der Coach, der zudem auf eine nur bedingt zufriedenstellende Trainingswoche zurückblickt. „Einige mussten für ihre Vorabiturklausuren lernen, und andere hat die Grippe erwischt“, sagt Klostermann. Fehlen werden in Altenwalde aber wohl lediglich Talea Lösekann und Sarah Stellmann.


Ach ja, und der Trainer selbst fehlt auch. Klostermann spielt zeitversetzt mit dem Herrenteam in Cloppenburg und wird von Florian Doormann vertreten. Probleme sieht Klostermann darin nicht. „Florian hat das Training schon hin und wieder geleitet, als ich nicht da war. Das wird auch in Altenwalde gut funktionieren“, sagt Klostermann.