Elsfleth - Das fiel wohl in die Kategorie: Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Die Landesliga-Handballerinnen des Elsflether TB haben am Samstag zwar ihre beeindruckende Siegesserie ausgebaut und durch den 32:26 (14:12)-Heimsieg den siebten Erfolg im siebten Spiel eingefahren. Doch hundertprozentig überzeugen konnte die Mannschaft von Trainer Sascha Klostermann nicht.
Die Gäste mussten auf ihre Top-Torschützin Wiebke Depperschmidt verzichten, was den ETB vielleicht zu der irrigen Annahme verleitete, das Spiel sei vor dem Anpfiff so gut wie gewonnen. Doch die Anfangsphase gehörte klar der HSG. Den 0:3-Rückstand hatten sich die Elsfletherinnen durch Konzentrationsschwächen wie Pass- und Fangfehler selbst zuzuschreiben.
Drei Treffer in Folge
Anschließend lief es zwar besser, doch bis zur ersten Führung dauerte es über eine Viertelstunde. Mit drei Treffern in Folge drehte Paula Molzahn den zwischenzeitlichen 6:7-Rückstand in einen 9:7-Vorsprung. „Wir sind schlecht reingekommen. Da war bei uns allen ein bisschen der Wurm drin“, sagte Laura Lissewski. Die Rückraumspielerin zählte zu den wenigen Lichtblicken im Elsflether Spiel. Ihre 14 Tore sorgten dafür, dass der Spitzenreiter stets eine kleine Führung behaupten konnte. Auch Talea Lösekann habe eine gute Leistung geboten, wie Trainer Klostermann befand. Ansonsten blieben die meisten Spielerinnen unter ihren Möglichkeiten.
Jede Feldspielerin trifft
Positiv ist allerdings, dass sich jede Feldspielerin in die Torschützenliste eintragen konnte, was nicht zuletzt daran lag, dass Klostermann all seine Schützlinge mit viel Spielzeit ausstattete. „Über die Saison gesehen ist es wichtig, dass alle genügend Spielpraxis sammeln. Nur so wird man besser“, sagte er. Es blieb lange eng, aber in der Schlussviertelstunde zog der Spitzenreiter seinem Kontrahenten den Zahn. Er baute seine Führung stetig aus und gewann schließlich standesgemäß mit sechs Toren Vorsprung. „Das war sicherlich keine Glanzleistung von uns heute. So ehrlich müssen wir sein“, meinte Laura Lissewski. Die Hauptsache seien aber die zwei Punkte.
ETB: Driesner, Griepenstroh – Laura Lissewski (14/2), Lösekann (5), Molzahn (3), Lameyer (2), Rademaker (2), Franziska Sommer (1), Lübben (1), Lina Lissewski (1), Hedemann (1), Birken (1), Charlotte Sommer (1).
Spielstationen: 0:3 (4.), 4:6 (11.), 10:9 (23.), 14:12 (30.), 17:16 (41.), 24:19 (49.), 32:26 (60.).
