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Mehrgenerationenhaus Nordenham Helfer für Handy-Sprechstunde gesucht

Jens Milde
Alexandra Tatura, Anja Hülsebusch und Andreas Hüttner (von links) erklären vor allem Senioren den Umgang mit dem Handy.

Alexandra Tatura, Anja Hülsebusch und Andreas Hüttner (von links) erklären vor allem Senioren den Umgang mit dem Handy.

Jens Milde

Nordenham - Der Umgang mit dem Handy ist für viele junge Leute eine Selbstverständlichkeit. Kein Wunder: Sie sind damit aufgewachsen. Ältere Menschen tun sich damit oft schwerer. Für viele von ihnen ist das Smartphone noch immer ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei erkennen sie durchaus die Vorteile, die ein solches Gerät bietet. Diesen Menschen möchte das Mehrgenerationenhaus (MGH) helfen – unverbindlich und völlig kostenlos. Seit zwei Jahren gibt es das „Lerncafé digitale Welt“ in der Einrichtung. Und es wird immer mehr nachgefragt.

Ehrenamtlich

MGH-Leiter Stefan Schreiber hat das Angebot auf den Weg gebracht. Zweimal in der Woche stehen Ehrenamtliche im Offenen Treff des Mehrgenerationenhauses bereit, um Menschen zu helfen, die Probleme im Umgang mit digitalen Endgeräten haben. In der Regel handelt es sich dabei um Handys. Zum Team der Ehrenamtlichen gehören Alexandra Tatura, Anja Hülsebusch, Andreas Hüttner und Heidrun Fehlau. Stefan Schreiber möchte dieses Team gerne erweitern und so die Arbeit auf noch mehr Schultern verteilen. Er sucht Menschen, die Zeit und Lust haben, anderen im Umgang mit dem Handy zu helfen. „Das müssen keine IT-Experten sein“, betont er. Denn in der Regel geht es im Lerncafé, das inzwischen mehr oder weniger zur „Handy-Sprechstunde“ geworden ist, um einfache Fragen. Der zeitliche Aufwand ist für die Ehrenamtlichen überschaubar. „Es wäre schon eine Hilfe, wenn jemand einmal im Monat dabei ist.“

Das Lerncafé findet zweimal in der Woche statt: montags von 10.30 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 16.15 bis 18 Uhr. Bisher wird es überwiegend von Männern und Frauen der Generation 60plus genutzt. Nach den Worten von Alexandra Tatura geht es sehr häufig um Fragen zu Whatsapp. Wie verschicke ich ein Bild? Wie höre ich eine Sprachnachricht ab? Was muss ich machen, wenn plötzlich eine merkwürdige Nachricht auf meinem Handy auftaucht?

Sicherheit

Neben der Hilfe bei bestimmten Anwendungen spielt der Sicherheitsaspekt eine große Rolle. Alexandra Tatura weiß: Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie zum Beispiel eine Nachricht über eine Paketzustellung bekommen, mit der sie nichts anfangen können.

Stefan Schreiber weiß, dass ein Smartphone gerade für ältere Menschen sehr hilfreich sein kann, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Das habe sich vor allem zu Beginn der Corona-Zeit gezeigt, als die jungen Leute zum Beispiel über Whatsapp ihre Netzwerke weiter pflegen konnten, während die älteren Menschen nicht selten abgekoppelt waren.


Ein Handy zu besitzen, nützt aber nichts, wenn man nicht damit umgehen kann. Nicht selten bekommen Senioren von ihren Kindern oder Enkeln ein Handy geschenkt. „Das reicht aber nicht. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen und die wichtigsten Funktionen zu erklären. Das kommt aber oftmals zu kurz.“

In der „Handy-Sprechstunde“ nehmen sich die Ehrenamtlichen Zeit. Bei einer Tasse Kaffee können die Hilfesuchenden in aller Ruhe ihre Fragen stellen. Anmeldungen nimmt das Mehrgenerationenhaus unter Tel. 04731/942820 und per E-Mail an mgh@caritas-wesermarsch.de entgegen.

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