Stadland - Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) stellt sich hinter das geplante interkommunale Gewerbegebiet Havendorf – und damit auch hinter die dafür geplante Potenzialstudie. Das betont Jürgen Eilers, Geschäftsführer der Norddeutschen Seekabelwerke (NSW) in Nordenham und Vorsitzender des Wesermarsch-Beirats der IHK.
Anlass ist das klar ablehnende Votum des Finanzausschuss des Stadlander Gemeinderates: In dem Gremium fand sich, wie berichtet, keine einzige Stimme für die Studie, die ermitteln soll, welche Branchen in dem Gewerbegebiet an der ebenfalls geplanten Küstenautobahn A 20 angesiedelt werden sollten.
Die IHK rechne weiter mit dem geplanten Trassenverlauf der A20 in der Wesermarsch, betont Eilers. Die Anbindung des Landkreises werde sich dadurch erheblich verbessern, wodurch der Bedarf an zentralen Gewerbeflächen steige. Das geplante Gewerbegebiet sie „ein notwendiger und richtiger Schritt“.
„Und interkommunale Gewerbegebiete im Besonderen sind eine Chance zur Zusammenarbeit in ländlichen Regionen“, betont Jürgen Eilers. „Das zeigen zwei Beispiele aus unserer Region: der ecopark in Emstek und der Niedersachsenpark an der A1 bei Neuenkirchen-Vörden, der mittlerweile größte Industrie- und Gewerbepark dieser Art in Niedersachsen. Alle Gemeinden und Städte der Wesermarsch sollten sich deshalb an der Studie und der späteren Erschließung des interkommunalen Gewerbegebietes beteiligen.“
