Elsfleth - Im Falle einer schweren oder unheilbaren Krankheit möchten viele Menschen, die ohne Aussicht auf Heilung in ihrem gewohnten und sozialen Umfeld leben, selbstbestimmt und menschenwürdig die schwere Zeit gestalten. Im Mittelpunkt der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen steht das Ziel, eine professionelle und gute Versorgung bis zum Lebensende zu gewährleisten. Die Erfüllung dieser Herausforderungen werden in Deutschland von Palliativ-Netzwerken geleistet.
Tätigkeit und Ziele
Zum Austausch über die Tätigkeit und Ziele des regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerks Wesermarsch fand jetzt im Elsflether Palliativstützpunkt An der Weinkaje mit Netzwerk-Kooperationspartnern eine Informationsveranstaltung statt. Im Landkreis Wesermarsch, der sich auf neun Gemeinden und Städte mit rund 90 000 Einwohnern verteilt, soll der Hospiz- und Palliativbereich im Bedarfsfall gut vernetzt sein. Erkrankte will man über Hilfsangebote gut informieren. Dabei werden vorhandene Strukturen im Landkreis mit einbezogen. Der Palliativstützpunkt Elsfleth ist dem Netzwerk Wesermarsch angegliedert und wird von der Koordinatorin Birgit Beerhorst fünf Stunden wöchentlich geleitet.
Fort- und Weiterbildung
Birgit Beerhorst koordiniert die Unterstützung und Kooperation der Netzwerkpartner untereinander, informiert die Öffentlichkeit über die Tätigkeiten und Versorgungsangebote der Netzwerkpartner, auch durch öffentliche Veranstaltungen. Weiter zählen zu ihrer Tätigkeit die Koordinierung und Vermittlung von interdisziplinären Fort- und Weiterbildungen in der Hospiz- und Palliativversorgung sowie die Organisation von Schulungen. „Meine Koordination besteht darin, die Patienten an die für sie wichtigen Ansprechpartner in den angeschlossenen Fachbereichen zu vermitteln, damit eine rasche und unproblematische Hilfe gewährleistet wird“, betont Birgit Beerhorst.
Regelmäßige Treffen
„Wir stehen jetzt hochmotiviert in den Startlöchern,“ kündigte Birgitt Heckenberg (Vorstandsmitglied im Palliativstützpunkt) die anstehende Arbeit des Stützpunktes an. Bei Interesse können auch Fachkräfte anderer Berufsgruppen sich im Netzwerk engagieren. Die Tätigkeiten der Koordinationsstelle sollen künftig bei Treffen in verschiedenen Orten der Wesermarsch zweimal im Jahr evaluiert und bei Bedarf neu festgelegt werden.
Das Regionale Hospiz- und Palliativnetzwerk Wesermarsch arbeitet nach den Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes, der zentralen Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland.
