IGGEWARDEN - Zwischen der boomenden maritimen Wirtschaft im künftigen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven und in den Containerterminals in Bremerhaven gelegen, werde auch die Wesermarsch von der Globalisierung profitieren können. Diese Chance müsse durch die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur wie den Bau der Küstenautobahn genutzt werden, machte Ulf Thiele deutlich.
Niedersachsens CDU-Generalsekretär, der auch Mitglied des Landtags ist, war Ehrengast des 5. Butjenter Labskaus-Essen, das der CDU-Gemeindeverband Butjadingen am Freitag auf dem „Hof Iggewarden“ veranstaltete.
Zu den rund 70 Gästen, die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Meent Bruncken zu diesem kulinarischen Ereignis begrüßte, gehörten auch der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler, der Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, John H. Niemann, der Vizepräsident der Handwerkskammer Oldenburg, Wilfried Müller, und der Leiter des Wasserschifffahrtsamtes Bremerhaven, Werner Kinkartz.
Auch Butjadingens Gemeindespitze mit Bürgermeister Rolf Blumenberg, Kämmerer Bernd Rummel und Tourismusgesellschaft-Geschäftsführer Johannes Cassens war der Einladung zum gefolgt. Sie nutzten den Besuch der Polit-Prominenz zu einem zweistündigen Gespräch mit Ulf Thiele und Björn Thümler über Butjadingens Perspektiven.
Die Perspektiven des „Zukunftslandes Niedersachsen“ nach der von der CDU gewonnenen Landtagswahl zeigte Ulf Thiele in seinem Vortrag vor dem Labskaus-Essen auf. Die lägen wegen der Globalisierung besonders im Norden und im Nordwesten des Landes. Die Küsten sowie die maritime Wirtschaft an Ems, Weser und Elbe seien das Tor zu Europa. Die sich darauf ergebenen Chancen wolle das Land gemeinsam mit den Menschen vor Ort nutzen.
Die durch die erforderlichen Infrastruktur-Maßnahmen entstehenden Nachteile müssen ausgeglichen werden müssen, sagte Ulf Thiele. Ein bessere Vernetzung aller maritimen Standorte werde ein zusätzliches Plus für das Wachstum schaffen, so der CDU-Generalsekretär.
Ein weiteres Potenzial für Niedersachsen und insbesondere für Butjadingen sei der Tourismus. So müsse auch die Wesermarsch in einem Masterplan Nordsee aufgenommen werden. Dessen Ziele seien unter anderem die Förderung des Wasser- und Radtourismus. Um Quartiere für Touristen, die fehlen, zu schaffen, müsse für kleinere Investitionen (Pensionen) die Kreditaufnahme erleichtert werden, machte Ulf Thiele deutlich.
Er wies zudem auf die sich aus den Klimawandel ergebenen notwendigen Deichschutzmaßnahmen, wofür es in der Wesermarsch viel Handlungsbedarf gebe. Auch der Bund müsse seine Verantwortung für den Küstenschutz erkennen und wie das Land mehr Mittel zur Verfügung stellen.
Nachdem sich die Teilnehmen des Essens das Labskaus mit Matjes, Spiegelei, Rote-Beete-Salat und Gewürzgurken hatten munden lassen, wurde in geselliger Runde nicht nur über politische Themen diskutiert.
