Iggewarden/Trimbs - Der Reiterhof Trimbser Mühle liegt am tiefsten Punkt des idyllischen 600-Seelen-Dorfs Trimbs in der Eifel. Ganz in der Nähe schlängelt sich die Nette durch die Landschaft. Bei der Hochwasserkatastrophe, die Mitte Juli in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verheerende Schäden anrichtete, verwandelte sich das unscheinbare Flüsschen in einen reißenden Strom. Das Hochwasser traf den Reiterhof, der gerade mitten in den Vorbereitungen für ein Sommerfest steckte, besonders hart. Die Stallungen und Koppeln, zwei Geschosse des Wohnhauses, die Ferienwohnung, das Lager und die Reithalle – alles war binnen weniger Minuten überflutet.
Summe aufgerundet
Ruud und Judith Hoex, die Betreiber des Gast- und Reiterhofs, haben nach dem Hochwasser viel Hilfe erfahren – unter anderem auch aus Butjadingen. Gerade war Reinhard Evers vom Hof Iggewarden bei ihnen in der Eifel zu Gast. Er hat Judith Hoex eine Spende von 1000 Euro überreicht.
Das Geld war im Sommer bei einer Sammlung beim Friesentag auf dem Hof Iggewarden zusammengekommen. Anja Thieling vom Tossenser Markant-Markt und der Hof Iggewarden hatten den Spendenbetrag auf eine runde Summe aufgestockt.
Die Familie Hoex, der es wie durch ein Wunder gelang, in der Schicksalsnacht ihre 50 Pferde vor dem Ertrinken zu retten, musste und muss große Summen aufbringen, um die Hochwasser-Schäden zu beseitigen. Ohne Spenden geht das nicht.
Entsprechend dankbar war Judith Hoex über die 1000 Euro aus Butjadingen, die ihr Reinhard Evers in die Hand drückte. „Jeder Euro zählt“, schreibt sie auf der Homepage des Reiterhofs.
Viele Freiwillige
Indes gab es nicht nur finanzielle Unterstützung. Unmittelbar nach der Flutkatastrophe krempelten zahlreiche Freiwillige die Ärmel hoch, um beim Aufräumen auf dem Reiterhof zu helfen.
Und auch dabei gab es Butjadinger Beteiligung. Johanna Evers, eine Tochter von Reinhard Evers, und ihre Freundin Nathalie Mertens hatten im Sommer spontan beschlossen, im Hochwassergebiet zu helfen. Da sie selbst reiten und wie die Familie Hoex Islandpferde halten, hatten sie nach einer entsprechenden Adresse im Hochwassergebiet gesucht und waren auf den Eifel-Reiterhof gestoßen.
Die Butjadingerinnen leisteten zusammen mit anderen Freiwilligen wertvolle Hilfe, heißt es. Große Teile der Außenanlage des Reiterhofs waren innerhalb kurzer Zeit wieder hergerichtet, so dass bald die Pferde auf den Hof zurückkehren konnten. Somit konnte nach den Sommerferien zumindest die Reitschule ohne allzu große Einschränkungen ihren Betrieb wieder aufnehmen.
