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Besuch im Impfzentrum Wesermarsch: Ein kleiner Piks in Richtung Normalität

17.04.2021

Brake Es ist kurz vor 13 Uhr. Während im Eingangsbereich des Braker Impfzentrums bereits zahlreiche Leute gespannt darauf warten, geimpft zu werden, hat die Schicht von Brigitte Finck gerade begonnen. Seit Februar gehört die 58-Jährige zu den Helfern im Impfzentrum. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen impft sie täglich hunderte Menschen. Für heute sind 371 Impfungen geplant. 371 Schritte in Richtung Normalität.

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Ankunft

Eine der heutigen Impflinge ist Inge Düser aus Stadland. Bevor die 77-Jährige das Gebäude betreten darf, messen Mitarbeiter des Impfzentrums ihre Temperatur. So wird es bei allen Ankömmlingen gemacht. Nicht erhöht – es kann also weitergehen. Im Innenbereich wird ihr Personalausweis gesichtet und dann überprüft, ob ein Termin vorhanden ist. „Erst- oder Zweitimpfung?“, fragt ein Mitarbeiter an der nächsten Station. Diese Information ist wichtig für den Ablauf, denn Zweitimpfungen gehen im Normalfall schneller vonstatten. „Wenn bei der ersten Impfung keine außergewöhnlichen Impfreaktionen aufgetreten sind, müssen die ganzen Dokumente nicht noch mal ausgefüllt werden“, erklärt Sabine Gleitsmann, die das Braker Impfzentrum leitet.

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Ablauf

Für Inge Düser ist es die erste Impfung. Deswegen muss sie zur Anmeldung an das erste Terminal und anschließend in den Wartebereich, wo – wenn noch nicht erfolgt – alle wichtigen Unterlagen ausgefüllt werden können. „Dabei unterstützen unsere Mitarbeiter gerne“, sagt Sabine Gleitsmann. Nachdem alle Unterlagen vorbereitet sind, geht es für Inge Düser zum ärztlichen Aufklärungsgespräch. „Wir haben drei Arzträume, alle drei werden genutzt, auch wenn heute nur zwei Ärzte im Einsatz sind“, sagt Sabine Gleitsmann. Das spart Zeit.

Für ein Gespräch sind ungefähr zwei bis drei Minuten angepeilt. Einige gehen schneller, andere benötigen mehr Zeit. Um großen Andrang zu vermeiden, falls es mal irgendwo länger dauert, stehen an allen Stationen sogenannte Kundenkoordinatoren, die die Impflinge navigieren und eventuell Fragen beantworten.

Nachdem das Aufklärungsgespräch abgeschlossen ist und der Arzt grünes Licht für die Impfung gegeben hat, führt der Weg der Impflinge zu den Impfkabinen.

Die Impfung

Nun ist auch Inge Düser an der Reihe. Nachdem sie ihren Impfpass zum Ausfüllen abgegeben hat, kann sie in einer der Kabinen Platz nehmen. Aufgeregt ist sie nicht. Der Ablauf im Impfzentrum ist ihr bereits bekannt. „Mein Mann hat schon beide Impfungen hinter sich, ich habe ihn begleitet, deswegen kenne ich das hier“, sagt die Stadländerin.

Mit einem Lächeln betritt Brigitte Finck die Kabine, in der Inge Düser sitzt. „So, dann wollen wir beiden Hübschen mal“, sagt sie scherzhaft. Auch wenn es bei den meisten gar nicht nötig ist, versucht Brigitte Finck locker mit den Leuten umzugehen und ihnen dadurch eventuell ein wenig Angst zu nehmen. Während Inge Düser ihren Arm frei macht, hält Brigitte Finck schon die Spritze mit Impfflüssigkeit bereit. Ein Piks und ein paar Sekunden später ist es schon geschafft.

Das Gefühl Danach  

„War nicht schlimm“, sagt Inge Düser und lacht. Brigitte Finck lächelt zufrieden. „Die meisten merken die Impfung gar nicht und sind froh und dankbar, dass sie nun endlich dran sind“, sagt sie. So geht es auch Inge Düser. Aufgrund von einigen Vorerkrankungen, war für sie von Anfang an klar, dass sie sich impfen lassen wird. Ihre Tochter hat sie über das Internet für die Impfung angemeldet. „Das ging super, zehn Tage nach der Anmeldung habe ich schon meinen Termin mitgeteilt bekommen“, berichtet sie. Auch mit dem Ablauf im Impfzentrum selbst ist sie rundum zufrieden. „Toll, wie organisiert hier alles läuft. Ich fühle mich wohl“, zieht sie Fazit. Nach der 15-minütigen Beobachtungszeit darf Inge Düser den Heimweg antreten. Für Brigitte Finck hingegen ist noch nicht Schluss. Bis zum Feierabend warten auf sie noch dutzende Menschen, die geimpft werden möchten.

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Eyleen Thümler Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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