Großenmmeer/Kiew - Die Tür des Gemeindehauses an der Eselstraße in Großenmeer steht weit offen. Neben einer Milchkanne steht unübersehbar das liebevoll gestaltete Moin-Schild, das alle willkommen heißt. „Das ist heute schon das 5. Treffen. Viele ehrenamtliche Kräfte sind hier in Sachen Integration in Aktion. Es wird gemeinsam gefrühstückt – und es gibt viele Aktivitäten“, sagt Swantje Renken-Lehnort, die gerade mit Jenniffer Dendulk im Garten hinter dem Gemeindehaus eine Gruppe von Kindern betreut.
Spiel
Jetzt in den Osterferien sind auch einige Hortkinder hier, die gemeinsam mit den Flüchtlingskindern aus der Ukraine spielen. „Die Verständigung ist gar nicht so einfach. Manchmal geht das Ganze dann eben über Hände und Füße“, sagt Swantje Renken-Lehnort. Aber für Kinder sei das kein Problem. Es werde eben einfach drauflos gespielt.
Rückblick: Sofort nach der Ankunft der ersten Kriegsflüchtlinge hat die Gemeinde Ovelgönne in Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Vier Kirchen Ovelgönne das „Moin“-Treffen ins Leben gerufen. M für Miteinander, O für Ovelgönne, I für Integration, N für Nächstenliebe steht für „Moin“. Und das „Moin“-Treffen ist ein offener Treffpunkt für alle Menschen aus der Gemeinde Ovelgönne und alle Familien, die aus der Ukraine flüchten mussten.
Feste Termine
„Moin“ findet immer am Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr im Gemeindehaus an der Eselstraße Großenmeer statt. Ehrenamtliche Bürger sorgen für Kaffee und Tee. Hier wird ein Raum zum Ankommen und Austausch für die ukrainischen Flüchtlinge geboten.
Angebote zur Integration des Landkreises Wesermarschs und des Refugiums sollen hier nach und nach platziert werden.
Die Gemeinde Ovelgönne organisiert eine Förderung für Kinder über pädagogische Fachkräfte. Für Schulkinder gibt es eine Betreuung über eine Lehrerin aus der Ukraine. Die Grundschule Ovelgönne hat für das Distanzlernen mobile Geräte zur Verfügung gestellt. Nach den Osterferien soll dann die Einschulung in die zuständigen Schulen erfolgen. Der erste Termin war am 25. März und seither hat sich das „Moin“-Treffen schon gut entwickelt.
Konzert
Es macht riesig Spaß, den Kindern beim Spielen zuzuschauen. Bei den Erwachsenen war am Dienstag allerdings ein anderes Thema von besonderem Interesse: In der St.-Johannis-Kirche Strückhausen findet am Freitag, 8. April, um 19 Uhr ein Benefizkonzert für die Menschen in und aus der Ukraine statt. Die Band MPM (Michael Lenz, Michel Lenz, Harald Spoede und Carsten Kikker), die bereits bei vielen Gottesdiensten und Veranstaltungen in der Kirchengemeinde gespielt hat, spielt Musik von Pink Floyd, Prince, den Beatles, Fleetwood Mac etc. Zu Gast wird auch eine junge Band aus Jever sein. The Storks (Michel Lenz, Eike Amman, David Kasper und Lennert Schwarting) haben sich auf Indie und alternativen Rock spezialisiert. Eintrittsgelder werden nicht erhoben. Es wird jedoch um eine Spende gebeten, die an die Katastrophenhilfe der Diakonie weitergeleitet wird.
