Jaderberg - Dass das Einkaufen im Supermarkt während der Corona–Krise anders abläuft als gewohnt, haben schon viele Bürger bemerkt. Jürgen Sander aus Bockhorn wunderte sich in dieser Woche über die Vorschriften im Edeka-Markt in Jaderberg. Als der 55-Jährige dort Meisenknödel kaufen wollte, wurde er von den Mitarbeitern angewiesen, das Geschäft mit einem Einkaufswagen zu betreten. Das sei behördlich angeordnet.

Eine Nachfrage der NWZ bei Edeka bringt Klarheit. „Wir folgen in allen Märkten den Anweisungen der Behörden, die sich mit jeder politischen Neuentscheidung verändern. Wir bitten unsere Kunden, den Hinweisen des Robert-Koch-Institutes und den Vorgaben der Behörden zu folgen“, erklärt Edeka-Pressesprecherin Alexandra Antonatus. „Dazu gehört auch, aufeinander Rücksicht zu nehmen, die Hygienevorschriften einzuhalten und mindestens 1,5 bis 2 Meter Abstand zu anderen zu halten – nicht nur an den Kassen und Bedientheken, sondern auch in den Gängen der Obst- und Gemüseabteilung“, so Antonatus weiter.

Die Kunden würden daher gebeten, für jeden Einkauf einen Einkaufswagen zu nutzen, um den Abstand sicher einzuhalten. Dies werde auch von den Behörden überprüft und diene insbesondere dem Schutz der Kunden und der Mitarbeiter im Markt. Die Einkaufswagen würden außerdem dazu genutzt, die Zahl der Kunden, die sich gleichzeitig im Geschäft aufhalten, zu reduzieren. Auch das helfe, die behördlichen Anweisungen zu einem richtigen Abstand der Menschen untereinander umzusetzen.

„Wir arbeiten mit aller Kraft daran, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln in unseren Märkten und bei Marktkauf sicherzustellen. Das gelingt uns auch weiterhin gut. Die Bestellungen aus den Märkten sind etwa dreimal so hoch wie zum Weihnachtsgeschäft“, berichtet Antonatus. Es würden viele Sonderschichten anfallen.

Friederike Liebscher
Friederike Liebscher Redaktion Oldenburg