Jaderberg - Der Bahnhaltepunkt in Jaderberg steht nach aktuellem Stand vor der Vollendung: Derzeit gehen die Arbeiten am Bahnübergang Vareler Straße in Verlängerung am Weg entlang der Gleise emsig voran. Es dürfte wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis die Arbeiten am Haltepunkt von Oldenburg in Richtung Varel abgeschlossen sind.

Auf beiden Seiten stehen derzeit die Um- und Rücksetzungen der Lärmschutzwand und zirka drei Meter auf der Agenda. Der Grund: Beim Aufstellen der Lärmwände war der Platz für den Haltepunkt noch nicht berücksichtigt worden.

Entstanden sind nun zwei Außenbahnsteige mit jeweils 220 Meter Länge und einer Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern. Dazu wurden Leiteinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte angebracht. Die Bahnsteigzugänge vom Bahnübergang sind höhengleich. Je Bahnsteig wird ein Wetterschutzhaus mit Sitzbänken und Infovitrine aufgebaut. Auch eine Bahnsteigbeleuchtung und je Bahnsteig ein dynamischer Schriftanzeiger sind darüber hinaus angedacht. Zur Bahnsteigausstattung zählt außerdem die Beschilderung sowie Abfall- und Streugutbehälter und der Fahrausweisautomat.

Die Baumaßnahme schlägt insgesamt mit rund 2,94 Millionen Euro zu Buche. Immerhin: Die Mehrkosten durch die Versetzung der Lärmwände gehen nicht zu Lasten der Gemeinde. „Das Land Niedersachsen trägt gemäß Absprache dankenswerterweise 75 Prozent der Gesamtkosten“, sagt Bürgermeister Henning Kaars. Für die Gemeinde Jade entstehen somit Kosten in Höhe von 600 000 Euro abzüglich der Zuwendung des Landkreises Wesermarsch (90 000 Euro). Hinzu kommen aber noch Planungskosten von 150 000 Euro.

Entstanden ist auf der Seite in Höhe Bahnübergang Vareler Straße/Georg-Straße ein neuer Parkplatz mit 23 Auto-Stellplätzen. Auch überdachte und beleuchtete Fahrradparkplätze und eine E-Ladestation gehören dazu. Die Baukosten hierfür belaufen sich auf 185 000 Euro plus Planung und Grunderwerb.


Das Projekt wird vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN), der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und dem Landkreis Wesermarsch bezuschusst.

Wann der erste Zug hier hält, dazu will Bürgermeister Kaars auch angesichts der augenblicklichen Lage keine Prognose wagen.