Jaderberg/Vechta - Es ist eine riesige Auszeichnung: Die 13-jährige Dressurreiterin Tomke von Waaden vom Jader RC ist vom Pferdesportverband Weser-Ems für die Sichtungslehrgänge zum Preis der Besten nominiert worden. Bei den beiden Sichtungen in Vechta hatte sie mit dem zwölfjährigen Oldenburger Blue Ray in der jüngsten Altersklasse (Children) erstklassige Leistungen gezeigt und die Richterinnen und Richter überzeugt. Der Verband schickt noch zwei Paare in dieser Kategorie zu den Lehrgängen nach Verden: Martha Raupach mit Francis Drake und Birte Bunten mit Don de la Vega.
Starker Auftakt
Im ersten Sichtungsturnier Mitte Januar hatte Tomke mit zwei zweiten Plätzen ihre Ambitionen unterstrichen. In der ersten L-Dressurprüfung (Trense) mit einem Stern erhielt sie starke 70,860 Prozent. Für die zweite Prüfung gab es 69,545 Prozent.
Regelmäßig im Mai trifft sich die Elite der jungen Pferdesportler der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit in Warendorf zum „Preis der Besten“. Die neben den Deutschen Jugendmeisterschaften bedeutendste Nachwuchsveranstaltung in Deutschland bietet den Bundestrainern einen ersten Überblick über den aktuellen Leistungsstand im Hinblick auf die bevorstehende Saison und die Europameisterschaften.
Zum Auftakt des zweiten Turniers am Wochenende sei sie ein wenig aufgeregt gewesen, sagt ihre Mutter und Trainerin Friederike von Waaden. „Tomke wusste schließlich, worum es geht“, sagt Friederike von Waaden. Als Fünfte verpasste sie mit 66,183 Prozent eine Platzierung. Dennoch habe sie die Aufgaben trotz kleinerer Fehler gut gelöst.
Am zweiten Tag habe sie eine vollkommen entspannte Vorstellung im Dressurviereck gezeigt. „Wenn Tomke einen Plan hat, setzt sie ihn um und behält die Ruhe“, sagt Friederike von Waaden. Mit 68,889 Prozent setzte sie sich auf Platz eins – eine klasse Leistung der Reiterin, die Mitglied des Talente-Teams des Reiterverbands Oldenburg ist. Reiterinnen aus der Wesermarsch zeigten sich am vergangenen Wochenende in Vechta auch auf S*-Niveau – und wie: Die Lemwerderanerin Ninja Sosath (RuF Oldenburg) gewann die Dressurprüfung am Samstag mit For Dance (68,849 Prozent).
Steigerung
Lena Hennig und Samun H vom RV Ovelgönne landeten auf Platz sieben mit 63,611 Prozent. Das war gleichbedeutend mit einer Steigerung zum Turnier in Vechta Mitte Januar. Dort hatte das Paar mit 60,873 Prozent Rang 18 belegt.
Ebenfalls in Vechta an den Start gegangen war Tomkes Vereinskollegin Marla Janne Schnelle mit Jingelbell. Die junge Dressurreiterin musste sich in einer Zwei-Sterne-L-Prüfung beweisen. Sie belegte am Wochenende zweimal den elften Rang (60,726 Prozent und 65,366 Prozent).
