Jaderberg - Nach drei Spieltagen der Aufstiegsrunde zur Fußball-Kreisliga hätte wohl niemand damit gerechnet, dass der TuS Jaderberg im Saisonfinale zu den Anwärtern auf einen der beiden Aufstiegsplätze zählen würde. Die Elf von Stefan Jasper hatte gerade mal zwei Punkte geholt. Zwei Siege später befindet sich das Team aus der Wesermarsch in einer komfortablen Ausgangslage. Wenn es das Auswärtsspiel beim TV Metjendorf, dem Tabellenletzten der Aufstiegsrunde, an diesem Freitagabend (Anpfiff: 19.30 Uhr) gewinnt, springt es mit elf Punkten auf Rang drei. TuS Eversten ist Spitzenreiter mit 14 Punkten, die SG Wangerland Zweiter (zwölf Punkte).

Die Situation im Kampf um die Tickets für die Bezirksliga hat sich schließlich fundamental verändert. Alles deutet darauf hin, dass die SG Wangerland aus sportrechtlichen Gründen nicht aufsteigen darf. Spielgemeinschaften sind nur auf Kreisebene erlaubt. Um aufsteigen zu können, hätten die Stammvereine der SG – Eintracht Wangerland, RW Tettens und FCN Hooksiel – bis zum 15. Mai dieses Jahres fusionieren müssen. Das haben sie laut Staffelleiter Horst Rickels nicht getan. Es gibt nur eine Absichtserklärung. Die SG Wangerland hofft zwar noch, aber Rickels sieht keine Chance mehr auf ein Aufstiegsrecht der SG.

Jaderbergs Trainer verfolgt diese Entwicklung zwar interessiert, gibt sich aber gelassen. „Wir sind völlig entspannt“, sagt Jasper. „Wir haben schließlich keine Aufstiegsambitionen und schielen auch nicht auf einen Aufstiegsplatz. Das ist nicht unser Anspruch“, sagt er. Kampfansagen? Fehlanzeige. Euphorische Prognosen? Siehe oben.

Viel lieber verweist Jasper darauf, dass sein Team gegen Metjendorf das wiedergewonnene Selbstverständnis aufrechterhalten und auch im letzten Spiel gegen Eversten erfolgreich spielen möchte. „Unser Ziel ist es, die letzten beiden Saisonspiele zu gewinnen“, sagt der Trainer. „Dann schauen wir mal, was dabei herauskommt.“ Jasper wiederholt mit Nachdruck: „Wir müssen nicht aufsteigen. Aber wenn die anderen keine Lust haben...“

Tja, was dann? Jasper hält sich zurück. Nur eines könne man schon jetzt sagen: „Wir können stolz darauf sein, was wir in dieser Saison geleistet haben.“ Das sei nicht selbstverständlich gewesen. „Wir waren zunächst nicht im Rhythmus und haben uns trotzdem in eine gute Position gebracht.“

Wolfgang Grave
Wolfgang Grave Redaktion Nordenham (Lokalsport)
Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)