Nordenham - Kein Thema hat die Nordenhamer im März so sehr bewegt wie der Krieg in der Ukraine. Viele Menschen mir ukrainischen Wurzeln machen sich Sorgen um Angehörige und Freunde in der alten Heimat. Die ersten Kriegsflüchtlinge treffen in der Stadt ein. Viele von ihnen sind auf abenteuerliche Weise nach Deutschland gekommen.

Unzählige Menschen wollen helfen. Und sie tun das auf ganz unterschiedliche Weise. Zoryana Janke aus Hoffe zum Beispiel sammelt Sachspenden, vor allem Lebensmittel, Medikamente und Verbandsmaterial. Auch Geld wird benötigt. Die Lehrerin stammt aus Lemberg. Im Minutentakt klingelt es an ihrer Haustür. Die Hilfsbereitschaft ist groß in den ersten Tagen und Wochen. Zahlreiche Hilfsgüter werden in die Ukraine geschickt oder gebracht. Die Initiative von Zoryana Janke ist nur eine von vielen.

Eine Initiative namens „Nordenham hilft“ fährt an die polnisch-ukrainische Grenze, um Flüchtlinge abzuholen und nach Nordenham zu bringen. Die Flüchtlinge kommen im Ellwürder Hof unter. Eine weitere Initiative, die Sebastian Wolf ins Leben gerufen hat, fährt Hilfsgüter in die Ukraine und kommt mit Flüchtlingen zurück. Inzwischen ist daraus ein Verein geworden. Die Helfer fahren immer noch regelmäßig mit Hilfsgütern in die Ukraine.

Im Plaatwegstadion findet ein Laufveranstaltung unter dem Motto „Run for Ukraine“ statt, bei der Spenden gesammelt werden. Die Ordnungsämter in den Kommunen bereiten sich auf einen Flüchtlingsansturm vor. Und der Protest gegen den Krieg wird immer lauter. Auf dem Nordenhamer Marktplatz finden immer sonntags Mahnwachen für den Frieden statt. Zu einer großen Demo für den Frieden kommen rund 2000 Schüler in der Nordenhamer Innenstadt zusammen. Auf dem Bahnhofsvorplatz findet eine Kundgebung statt.