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Neues Café in Elsfleth Das ist das Haus... für Käsekuchen-Fans!

Elsfleth - Das Pfeifen des Teekessels wird immer lauter. Frank Steenblock nimmt den Kessel vom Herd. „Dieses Geräusch werden Sie hier in Zukunft öfter hören“, sagt er. Frank Steenblock und Martina Macht haben das ehemalige Café des Weserbäckers an der Steinstraße in Elsfleth gekauft und wollen dort im Dezember ihr Keeskokenhuus eröffnen.

Saisonale Variationen

Gäste können sich auf Käsekuchen in verschiedenen Variationen freuen, erzählt Frank Steenblock. Die „Grundvariante“ wird es immer geben. Darüber hinaus will Martina Macht das Angebot der Saison anpassen. „Sie werden im Winter garantiert keinen Käsekuchen mit Erdbeeren bei uns bekommen, dafür aber eine Variante zum Beispiel mit Spekulatius“, sagt sie. Die beiden setzen auf regionale Produkte, Handgemachtes und Gemütlichkeit. In ihrem Keeskokenhuus sollen sich die Menschen wohlfühlen, entschleunigen und genießen, sagt Frank Steenblock.

Umbau läuft

Doch bis es soweit ist, haben die beiden noch alle Hände voll zu tun. Die ersten einschneidenden Veränderungen sind schon sichtbar. „Wir haben als erstes den Brottresen entfernt“, erzählt Martina Macht. Der so entstandene Raum soll als Gastraum genutzt werden. Die Wände haben einen neuen Anstrich. Im Durchgang zur Küche steht eine neue Anrichte, deren Schubladen in hellem Eichenholz gehalten sind.

„Nächstes Wochenende ziehen weitere Möbel ein“, sagt Frank Steenblock. „Wir wollen uns von dem 90er-Jahre-Buche-Schick, der hier vorherrschte, trennen“, sagt er. Nach und nach sollen Möbel im Gründerzeit-Stil einziehen.

Doch zunächst haben die beiden einiges des vorhandenen Mobiliars übernommen. Die Kühltheken sind stehen geblieben. Den Brötchenbackofen hat Martina Macht schon einem Test unterzogen. „Der Brotbackautomat ist genauso gut zum Kuchenbacken nutzbar“, freut sich die 51-Jährige. Das Geschirr des ehemaligen Cafés ist ebenfalls geblieben.


Eigener Stil

Dennoch will das Paar aus Bremen von Anfang an eigene Akzente setzen. So sind bereits die ersten „Melitta-Kannen“ von Frank Steenbock eingezogen. In diesen, erläutert der 57-Jährige, wird der Kaffee von Hand aufgebrüht.

Einen Lieferanten für ihren Kaffee haben sie in einer kleinen Rösterei von der anderen Weserseite gefunden. Ihr Tee wird aus Ostfriesland stammen. Mit dem Hofladen der Familie Büsing aus Fünfhausen seien sie schon im Gespräch, sollten sie irgendwann Frühstück anbieten. Doch das ist erstmal Zukunftsmusik.

Sehen wie es läuft

Martina Macht und Frank Steenblock wollen erstmal sehen, wie sich ihr Keeskokenhuus entwickelt. „Wir machen das erstmal als Nebenerwerb. Wenn es gut läuft, können wir unser Hobby aber auch zum Beruf ausbauen“, sagt Frank Steenblock.

Deshalb soll das Keekskokenhuus – die entsprechenden Lockerungen der Corona-Regeln vorausgesetzt – erst einmal nur am Wochenende öffnen.

Denn beruflich kommen die beiden aus ganz anderen Bereichen. Martina Macht ist Bio-Chemikerin, Frank Steenblock ist Ingenieur. Er war früher Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands, erzählt er. „Deshalb kenne ich Elsfleth“, sagt er.

Die Eröffnung des Elsflether Keeskokenhuus ist für den Nikolaustag, 6. Dezember, geplant. Sollten sich die coronabedingten Einschränkungen verlängern „suchen wir uns eine Alternative, zum Beispiel mit einem Außer-Haus-Verkauf“, sagt Frank Steenblock zuversichtlich.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake
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