Butjadingen - Diese Monster sind hartnäckig. Und nur mit ganz, ganz viel Händewaschen kann man sie vertreiben. Die Waddenser Wühlmäuse wissen das. Schließlich bekommen sie von ihren Erzieherinnen jeden Morgen aufs Neue ein Monster in jede Handfläche gestempelt. Nicht ganz zufällig erinnern die Monster an ein Corona-Virus, denn genau darum geht es. Die Kinder sollen lernen, wie wichtig es zurzeit ist, sich möglichst oft die Hände zu waschen.
Viele bleiben zu Hause
Wie kommen die vier Butjadinger Kindertagesstätten durch die Corona-Krise? Das war eines der Themen, über die Joachim Wulf, Leiter des Amtes für Zentrale Dienste in der Gemeindeverwaltung,am Dienstagabend im Familienausschuss des Gemeinderats berichtete. Die Antwort: Die Kitas meistern die Krise gut.
Die Grundschule Butjadingen in Burhave ist seit Anfang der Woche geschlossen, weil mehrere Kinder aus zwei Klassen positiv auf Corona getestet wurden. Das hat auch Auswirkungen auf die Kitas, in denen es merklich leerer geworden ist. Viele Eltern, deren Schulkinder zuhause bleiben müssen, gehen auf Nummer sicher und betreuen ihre jüngeren Kinder ebenfalls selbst, anstatt sie in die Kita zu schicken. Bei den Wühlmäusen etwa sind zurzeit nur fünf von 19 Kindern in der Einrichtung. Auch in den andren Kitas wirkt sich der Effekt aus.
Mischen verboten
Die Waddenser Kita-Leiterin Cornelia Kollwitz und ihre Kolleginnen halten sich mit den Kindern besonders viel im Freien auf. Drinnen wird regelmäßig gelüftet. Und dann sind da ja auch noch die Monster, die über den Kita-Vormittag hinaus Wirkung zeigen, wenn sie sich nicht schon bis mittags in Wasser und Seife aufgelöst haben.
Während es in Waddens nur eine Kita-Gruppe gibt, sind es in Burhave zwei, und das macht die Sache ein wenig komplizierter für Leiterin Astrid Unland und ihre Kolleginnen. Sie müssten es nach den aktuell geltenden Bestimmungen nicht, achten aber dennoch streng darauf, dass die Gruppen strikt voneinander getrennt sind. Das gilt für die Waschräume, für die Gruppenräume und auch für den Außenbereich, in dem die Burhaver Kita das große Glück hat, über zwei Spielplätze zu verfügen. „Die Gruppen mischen sich nicht, und das Personal tut es idealerweise auch nicht, sagt Astrid Unland.
Auch in Burhave ist Händewaschen bei jeder Gelegenheit angesagt. Für die Kinder das längst Routine geworden, so die Leiterin. Am Anfang haben die Erzieherinnen mit ihren Schützlingen viel über das Virus geredet. Mittlerweile wissen die Kinder gut über alles Bescheid und leben mit Corona. Dass der Spuk möglichst bald wieder vorbei und alles wieder normal ist, hoffen natürlich trotzdem alle.
