Kreuzmoor - Die Vorzeichen sind positiv. „Wir sind guter Dinge, die Europameisterschaft im kommenden Jahr durchbringen zu können.“ Das sagte Jan-Dirk Vogts, stellvertretender Vorsitzender des Friesischen Klootschießerverbands (FKV), nach einer Video-Konferenz der International Bowlplaying Association (IBA) in der vergangenen Woche. Die Mitgliedsverbände hatten sich über die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Europameisterschaft der Friesensportler vom 26. bis zum 29. Mai ausgetauscht. Vogts und Geschäftsführer Peter Brauer hatten dort den FKV vertreten.

Die größten Bedenken äußerten laut Vogts die italienischen Teilnehmer. Die Mitglieder des kleinen Verband fürchteten, dass es zum Lockdown in Italien kommen könnte. Überdies hätten sie klar gestellt, dass der 26. Mai – Christi Himmelfahrt – für ihre Mitglieder kein Feiertag sei. Weil die Sportlerinnen und Sportler in Italien einer normalen Arbeitswoche nachgingen, sei es für sie schwierig, Urlaub zu bekommen. Der Europameisterschaft fehle dort der Stellenwert, sagte Vogts. Ob die Italiener mit ihrem leistungsstärksten Team anreisen könnten, sei fraglich. Mit Blick auf die hiesige Situation sagte Vogts: „Es kommt gar nicht in Frage, jetzt aufzugeben. Wir brauchen die EM als Motivationsschub für unsere Sportlerinnen und Sportler und den Friesensport.“