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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Personen: 1500 Dokumente akribisch archiviert

21.09.2015

Rodenkirchen /Nordenham Sein Nachlass füllte den ganzen Dachboden seines Hauses an der Rodenkircher Schulstraße. Rund 1500 Dokumente von und über Udo Zempel, der am 1. Februar 2012 im Alter von 86 Jahren verstorben war, sind der Nachwelt erhalten geblieben. Sie befinden sich archiviert und katalogisiert im Archiv des Rüstringer Heimatbundes in Nordenham. Ein jetzt fertig gestelltes Findbuch gibt Auskunft darüber, welches Dokument wo zu finden ist.

Udo Zempel habe zu den herausragenden Persönlichkeiten in der Wesermarsch gehört. Deshalb sei der Rüstringer Heimatbund der Anfrage der Töchter von Udo Zempel, ob er einen Teil des Nachlasses ihres Vaters übernehmen möchte, gern nachgekommen, berichtete Heimatbund-Vorsitzender Hans-Rudolf Mengers. Sein Dank galt besonders Eckhard Meyer, der in akribischer Arbeit in den vergangenen drei Jahren die Dokumente gesichtet, archiviert und katalogisiert sowie das Findbuch erstellt hat.

Wie Eckhard Meyer, der zu den ehrenamtlichen Archivaren des Rüstringer Heimatbundes gehört, berichtete, habe er die 1500 Dokumente – Protokolle, Zeitungsartikel, Briefe, Redemanuskripte und andere Schriftstücke – in sechs prall gefüllten Archivkisten in vier große Bereiche unterteilt.

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Ein Bereich umfasse den Privatmann und Lehrer Udo Zempel unter anderem mit Zeugnissen, Facharbeiten während des Studiums und Beförderungen. Ein zweiter Abschnitt beschäftige sich mit der Vortragsgemeinschaft Rodenkirchen, die Udo Zempel bis zu seinem Tode leitete. In dieser Eigenschaft hatte Udo Zempel viele berühmte Persönlichkeiten, unter anderem den heutigen Bundespräsidenten Joachim Gauck, in die Wesermarsch und auch in sein Haus geholt.

Der dritte Bereich beinhaltet die Dokumente über Udo Zempels politisches Wirken, die im wesentlichen auch sein Leben dokumentierten. Der vierter Bereich besteht aus Bücher und Schriften mit Beiträgen von und über Udo Zempel.

Er selbst habe Udo Zempel persönlich nur wenig gekannt, ihn aber als einer brillanten Redner wahrgenommen. Mit der Beschäftigung seines Nachlasses sei bei ihm aber ein Bild von einem Mann entstanden, der als Lehrer seine Berufung gefunden hatte und der mit großer Leidenschaft als Zeitzeuge der Jugend die Schrecken des Krieges als Mahnung und Warnung deutlich machte, sagte Eckhard Meyer.

Das Findbuch über den archivierten Nachlass von Udo Zempel gibt es in sechs Exemplaren. Je eins befindet sich im Nordenhamer Museum, im Oldenburger Staatsarchiv, bei der Oldenburgischen Landschaft und in der Oldenburger Landesbibliothek. Zwei Exemplare erhielt die Familie.

Tochter Katrin Zempel-Bley dankte dem Rüstringer Heimatbund für die Arbeit, auch wenn nur gut zehn Prozent der auf dem Dachboden des Elternhauses gebündelten Unterlagen ihres Vaters den Weg ins Archiv gefunden haben.

Eckhard Meyer habe ein sehr treffendes Bild von ihrem Vater gezeichnet. Udo Zempel habe bis zu seinem Tode unter der Schuld gelitten, die er sich mit seinem freiwilligen Dienst in der Wehrmacht gegen die Ratschläge seines Vaters aufgeladen habe. „Vermutlich hat sich mein Vater auch deswegen zeit seines Lebens für Frieden und Versöhnung eingesetzt“, sagte Katrin Zempel-Bley. Sie berichtete zudem, dass ihr Vater eigentlich Tierarzt hätte werden wollen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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