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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

HEIMATKUNDE: 157 Ortsnamen: Geht da die Post ab?

31.10.2007

STOLLHAMM Seit zehn Jahren befasst sich Dieter Jacobs (70) aus Stollhamm mit allen Fragen rund um die Post. Dabei hat er auch 157 verschiedene Ortsanschriften in der Gemeinde Butjadingen ermittelt – nicht nur die Namen größerer Ortschaften wie Burhave, Stollhamm oder Tossens, sondern auch ganz kleine Orte oder Bauerschaften wie zum Beispiel Husum oder Jericho, Junkerei, Widders, Hofswürden oder auch Grönland.

Der ehemalige selbstständige Malermeister hat zudem dies festgestellt: Die Deutsche Post AG stellt jeden Brief korrekt zu, der einen dieser Ortsnamen trägt. Es muss also nicht die Gemeinde-Ortsanschrift „Butjadingen“ sein.

Entscheidend für die richtige Zustellung ist laut Jacobs die Angabe der korrekten, für die ganze Gemeinde geltenden Postleitzahl: 26969. Nicht entscheidend sei die Ortsangabe „Butjadingen“. Es könne zum Beispiel auch „Stollhamm“ oder „Waddens“ oder etwa auch „Beckmannsfeld“ auf dem Brief stehen. „Das kommt an“, sagt Jacobs, der gerne dazu beitragen möchte, dass die Ortsnamen erhalten bleiben.

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Die Deutsche Post AG bestätigt zwar, dass diese Post ankommt. Die Post will das auch nicht maßregeln, empfiehlt aber, die Ortsnamen anders zu platzieren, weil es sonst zu einer verzögerten Zustellung kommen könnte.

Die für das westliche Niedersachsen und Bremen zuständige Sprecherin in der Pressestelle Hamburg, Maike Wintjen, empfahl am Dienstag auf Anfrage der NWZ, Tipps zum richtigen Adressieren über Kundentelefon zu erfragen ( 018023333) oder im Internt einzusehen (unter www.deutschepost.de).

Die Post empfiehlt, Ortsnamen in die drittletzte Zeile (vor dem Straßennamen) zu setzen. Also: Name (zum Beispiel Frieda Fröhlich AG), nähere Bezeichnung (zum Beispiel Einkauf), Ortsname (zum Beispiel Stollhamm), Straßenname (zum Beispiel Bahnhofstraße), Postleitzahl und Ort (26969 Butjadingen).

„Das ist nicht nötig, Verzögerungen bei der Zustellung sind unwahrscheinlich“, meint dagegen der Stollhammer Dieter Jacobs. „Unsere Vorfahren haben die alten Ortsnamen immer benutzt, wir sollten diese Namen einfach nach der Postleitzahl angeben. Die Post stellt das zu.“

Damit würden laut Jacobs auch Probleme bei gleichen Straßennamen in mehreren Dörfern Butjadingens (zum Beispiel Bahnhofstraße oder Butjadinger Straße) entfallen.

Dieter Jacobs wünscht sich, dass auch die Gemeinde Butjadingen alle Ortsnamen für ihre Anschriften verwendet. „Die Gemeinde sollte Vorreiter spielen.“

Der Stolhammer hat sich auch intensiv mit der Geschichte der Postzustellung in Butjadingen beschäftigt. Ab 1941 seien die Briefe befördert worden mit der für die Räume Bremen und Oldenburg geltenden Leitzahl 23, dem Ortsnamen (zum Beispiel Isens) sowie dem Zusatz „über Nordenham“.

1961 seien für ganz Butjadingen vierstellige Postleitzahlen eingeführt worden (zum Beispiel 2891 Waddens, 2893 Burhave, 2895 Tossens).

1979 habe die Post umgestellt auf die Postleitzahl 2893 für ganz Butjadingen – plus Zusatzzahl 1 bis 9. Für Tossens stand die 3, die 7 für Ruhwarden. Jacobs bedauert sehr: „Damit waren für die Post alle Orte gestorben.“

Leider habe kein Bürgerverein, kein Heimatverein und auch kein Politiker damals etwas dagegen unternommen. 1993 seien dann die fünfstelligen Postleitzahlen eingeführt worden – mit der 26969 für ganz Butjadingen.

Jetzt komme es auf jeden Bürger an, ob Ortsnamen wieder genannt werden. Die Post empfiehlt diese Nennung zwar in der drittletzten Zeile. Dieter Jacobs jedoch setzt auf Nennung direkt nach der Postleitzahl. Also zum Beispiel: 26969 Stollhamm oder auch 26969 Hofswürden. Jacobs: „Das kommt immer an.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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