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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Begegnungen: 2016 oder warum ich nicht nach meiner Oma gefragt habe

28.12.2016

Es ist die gleiche Prozedur wie in jedem Jahr: Kurz vor Silvester schnappe ich mir den Ordner mit den Stadland-Seiten und gucke, was im zu Ende gehenden Jahr wichtig war. Dabei weiß ich es eigentlich auch so: Es sind Begegnungen mit Menschen, die in Erinnerung bleiben.

Menschen des Jahres

Allen voran selbstverständlich die Menschen des Jahres, die die NWZ  in diesem Jahr zum ersten Mal ausgezeichnet hat – übrigens in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landesbank (OLB) . Die Jury aus Bürgermeister Klaus Rübesamen, OLB-Filialleiter Ingo Lieken und mir entschied sich für die Seefelderin Gisela Boelen, die das Tafel-Taxi betrieben hat, und den Rodenkircher Peter Abbenseth, der das TMV-Blasorchester leitet.

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Doch auch die Begegnungen mit den anderen Kandidaten haben mich begeistert – sei es Doris Christoffers, die sich als Vorsitzende der Fördervereine der Rodenkircher Schulen engagiert, Hannelore Müller, die bei der Lebenbrücke den Alltag vieler älterer Menschen bunter macht, oder Ernst Scherweit, der in Schwei anpackt, wo er gebraucht wird.

Gaaanz großes Theater

Einen unvergesslichen Abend hat mir Ende September die Theatergruppe der Seefelder Mühle bereitet. Unter dem Titel „Gaaanz großes Theater“ liefen die elf Darsteller zu gaaanz großer Form auf und zeigten im ersten Aufzug sieben Theater-Klassiker in Fünf-Minuten-Versionen und führten sie im zweiten Aufzug zu einem neuen Stück zusammen. Ein Wagnis, gewiss. Aber eins, das sich voll und ganz lohnte. Es war die Regisseurin Heike Scharf, die diese furiose Leistung aus den Laienschauspielern herauskitzelte.

Pferde aus Spanien

Beeindruckend war für mich auch der Besuch auf dem alten Meinardus-Hof in Schweieraußendeich. Dorthin haben Tanja Bach und ihr Mann Omar Alejandro Rodriguez Hartfield ihr komplettes Gestüt verlegt; vorher war es unweit der spanischen Hauptstadt Madrid angesiedelt. Tanja Bach, eine gebürtige Bremerin, war noch als Studentin nach Spanien ausgewandert und hatte dort 20 Jahre lang gelebt und gearbeitet. In dem Land lernte sie den Tierarzt Rodriguez Hartfield kennen, der aus Argentinien eingewandert war. Die schwere Wirtschaftskrise in Spanien veranlasste beide zur erneuten Auswanderung.

Mit ihren beiden Kindern, 28 Pferden, 5 Katzen und 4 Hunden sind die Eheleute nach Stadland gekommen – eine Geschichte von mehrfacher Ein- und Auswanderung und scheinbar nie versiegendem Mut.

Neues Aus dem Jenseits

Und dann habe ausgerechnet ich als Anhänger der Schulmedizin im September die Wesermarsch-Messe für Naturheilkunde in der Markthalle besucht. Dort lernte ich Bowtech, Irisdiagnostik und Ursalz aus dem Himalaya kennen und war kurz es davor, es auszuprobieren.

Beim Aurafotografen wollte ich das nicht.

Aber ganz zum Schluss habe ich mich doch getraut, die Tür zu dem Nebenraum zu öffnen, in dem Edith Ghafoor ihre Show zelebrierte. Die quirlige Frau aus Sande behauptet von sich, Kontakte ins Jenseits zu haben. Rund 60 Zuhörer hingen an ihren Lippen, als sie einen verstorbenen Vater zitierte, der seiner inzwischen angegrauten Tochter ausrichten ließ, er bitte sie um Entschuldigung für etwas, das er ihr im Grundschulalter angetan habe. Keiner lachte, als ein toter Opa via Edith Ghafoor seiner zweifelnden Enkelin ein klares „Weiter so“ übermittelte.

Auch wenn ich mich der Atmosphäre nicht ganz entziehen konnte: An Kontakte ins Jenseits glaube ich wirklich nicht. Und deshalb habe ich Edith Ghafoor auch nicht nach meiner Oma gefragt. Die ist vor 51 Jahren gestorben.

Dieser Artikel ist mein ganz persönlicher Blick auf das Jahr 2016. Er ist vollkommen aus meiner Sicht geschrieben und erhebt keinen Anspruch auf Objektivität oder gar Vollständigkeit.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
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