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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„25 Jahre später hat sich vieles verbessert“

20.04.2016

Nordenham Heiner Westphal ist ein bescheidener Mensch. Daher hat es eine besondere Wirkung und Bedeutung, wenn er einen solchen Satz sagt: „Wir können stolz auf das sein, was wir bisher erreicht haben.“ Dass er damit richtig liegt, zeigte die große Zustimmung aus dem Publikum bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen des Kinderkrebshilfevereins Fussel. Als Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins hatte Heiner Westphal in einer emotionalen Rede auf die Anfänge zurückgeblickt und eindrucksvoll dargelegt, wie wichtig Fussel schon immer war und auch heute noch ist.

Heiner Westphal schilderte die Umstände, die im Januar 1991 zur Gründung des Vereins geführt hatten. Mittlerweile seien gut koordinierte Betreuungs- und Beratungsangebote für Eltern von krebskranken Kindern zwar eine Selbstverständlichkeit, aber vor 25 Jahren habe es derartige Hilfestellungen kaum gegeben.

„Die Eltern mussten in der klinikeigenen Teeküche auf Holzbänken schlafen, um bei ihren Kindern sein zu können“, erinnerte sich Heiner Westphal. Und weiter: „25 Jahre später hat sich vieles verbessert.“ So könnten jetzt wesentlich mehr Betroffene geheilt werden. Die Versorgung der jungen Patienten und die Unterstützung der Familien hätten sich ebenfalls deutlich zum Positiven entwickelt. Genau das seien die vorrangigen Ziele von Fussel gewesen.

Rührende Erlebnisse

Die Familienhilfe und die Erholungswoche haben sich nach Angaben des Vorsitzenden als Schwerpunkte der Vereinsarbeit herauskristallisiert. Bei einem schweren Schicksalsschlag wie einer Krebserkrankung seien professionelle Hilfen unabdingbar, betonte er. „Wichtig sind aber vor allem auch Menschen, die einem zuhören und verstehen, wie es einem geht.“ An diesem Punkt komme Fussel ins Spiel. Heiner Westphal schilderte rührende Erlebnisse und die große Dankbarkeit, die Fussel von Eltern und Kindern erhalte.

Zu der etwa zweistündigen Jubiläumsfeier waren rund 60 geladene Gäste in die Jahnhalle gekommen. Die Kassenwartin des Vereins, Ramona Göbel, führte durch das Programm. Sie ehrte auch die anwesenden Gründungsmitglieder Petra Czeranowicz sowie Heike und Heiner Westphal.

Zwischen den Ansprachen sorgten die Ruhwarder Saitenhiebe für musikalische Unterhaltung. Die Gruppe hatte auf eine Gage verzichtet, um auf diese Wese den Verein zu unterstützen. Auch die Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham trug dazu bei, dass die Jubiläumsfeier nicht zu einer finanziellen Belastung für Fussel wird. Die Bank übernahm sämtliche Kosten der Veranstaltung.

Als zweiter Redner nach dem Fussel-Vorsitzenden ergriff Bürgermeister Carsten Seyfarth das Wort. Er hob die große Bedeutung des Vereins hervor und sprach die Bitte aus, dass Fussel noch möglichst lange seine Arbeit fortsetzen möge.

Gute Zusammenarbeit

Als Vertreterin des Elisabeth-Kinderkrankenhauses in Oldenburg war Dr. Verena Wessel zu der Veranstaltung gekommen. Sie zeigte auf, wie sich die medizinischen Möglichkeiten in der Onkologie weiter entwickelt haben. Während es in den 70er-Jahren nahezu keine Rettung für Leukämieerkrankte gegeben habe, seien deren Überlebenchancen heute auf bis zu 89 Prozent gestiegen. Verena Wessel lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit Fussel und die von dem Verein ausgerichteten Typisierungsaktionen, durch die über 6000 neue Knochenmarkspender in die Dateien aufgenommen werden konnten.

Im Namen der Jade-Wirtschaftsraum-Regionalstiftung (Ja-Wir) gratulierte der geschäftsführende Vorstand Dr. Jens Rütters zum Vereinsjubiläum. Ja-Wir ist eine Dachstiftung, zu der seit elf Jahren auch die Fussel-Stiftung gehört, die das zweite Standbein des Vereins ist.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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