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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Bayern-Party: Riesenmaibaum kommt sechs Stunden zu früh

11.05.2018

Abbehausen Da ist er endlich: Udo Venemas Neuer! Der vermeintlich höchste Maibaum Deutschlands im schmucken Weiß-Blau. Der Douglasienstamm ist stolze 50 Meter lang, 12 Tonnen schwer, sein Durchmesser misst an der dicksten Stelle 1,10 Meter. Geschlagen im Schwarzwald, getrocknet, geschält und zünftig verziert auf dem Gutshof Engelmannsberg des Grafen Ignaz Toerring zu Jettenberg in Hohenwart, soll seine Heimat aber nicht etwa eine Festwiese irgendwo in Bayern sein. Vielmehr wird das Traditionsstangerl an diesem Samstag weit ab vom Weißwurst-Äquator an der Nordseeküste in Abbehausen gesetzt.

Mit einem Schwertransporter eines Spezialunternehmens traf der Riesenmaibaum am Vatertag in aller Herrgottsfrühe vor dem Landhotel Butjadinger Tor ein. Die dreitägige Überführung endete sechs Stunden früher als geplant. Dies war der Wetterprognose geschuldet.

Eigentlich sollte der Konvoi, der laut Verordnung auf der 780 Kilometer langen Strecke nur nachts unterwegs sein durfte, auf dem Autobahnparkplatz Harmonie bei Hagen noch ein wenig ausharren, damit er dann in Abbehausen zünftig zum Morgengrauen hätte begrüßt werden können. Doch der Wetterdienst kündigte ein Unwetter an – und dann hätte jede Weiterfahrt untersagt werden müssen. Die Polizei drängte deshalb darauf, die taktische Pause zu beenden. „Jetzt oder womöglich nie“, hatte es geheißen.

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Im Großen und Ganzen, so berichtete der Hotelier Udo Venema beim Eintreffen des Baumes kurz nach Mitternacht, habe der gesamte Transport reibungslos geklappt. Eine Schwierigkeit gab es lediglich beim Einbiegen von der B 212 in Ellwürden auf die Stadländer Straße. Kurzerhand mussten hier zwei Verkehrsschilder abgeflext werden. Dann lief’s. Die Erleichterung über das unbeschadete Eintreffen des XXL-Baumes war dem Gastronom anzumerken. Schließlich hatte es um das Stangerl im Vorfeld viel Wirbel gegeben.

Mitglieder des Burschen- und Mädelvereins Randelsried-Asbach und des Burschenvereins Sielenbach hatten den Maibaum in einer spektakulären nächtlichen Aktion von dem Gutshof entführt und eine Auslöse gefordert. Dieses Baum-Mopsen hat in Bayern durchaus Tradition. Das Ritual besagt, dass der Baum geteert und gefedert oder für einen guten Zweck versteigert wird, wenn die Auslöse verweigert wird. Nach langen Verhandlungen einigte sich Udo Venema mit den 70 Maibaum-Dieben auf eine Brotzeit und ein Fass Freibier. So stand dem Transport ins Butjadinger Land also nichts mehr im Wege.

Am Sonntag wurde der Riese bei einer großen Helferparty auf dem Gutshof Engelmannsberg verabschiedet. Und Party ist nun nach dem Eintreffen natürlich auch in Abbehausen angesagt. Vier Tage lang soll kräftig gefeiert werden. Der Startschuss fiel am Himmelfahrtstag nach dem Vatertagsfrühschoppen im und vor dem Festzelt mit einer Bayern-Gaudi mit Böllerschützen, Goaßlschnalzern, Trachtengruppen und der Kapelle Goldacher Buam. Am Abend lud der Shanty-Chor De Freesen ut Varel ins Brauhaus zum Schunkeln ein. Der heutige Freitag beginnt mit einem Boßelwettkampf Friesen gegen Bayern und Schwarzwälder an der Sarver Straße und endet mit einer Schlagerparty mit DJ Bernd Bohlen und dem Nena-Double Simone Bartel.

Am Samstag wird der XXL-Maibaum im Laufe des Tages in die Senkrechte gebracht. Am Abend ab 20 Uhr steigt im Festzelt eine Gaudi mit den Goldacher Buam und Schlagerprinzessin Bianca Schnelle. Am Sonntag klingt der Feten-Marathon mit einem Frühschoppen aus.

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