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Jan-Ole Gersters „Lara“ eröffnet Filmfest Oldenburg
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Aktualisiert vor 11 Minuten.

Zweiter Film Nach „oh Boy“
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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Abbuser Spoaßmoaker setzen noch einen drauf

31.12.2018

Abbehausen Eine deftige Mischung aus Liebelei, Eifersucht und Verwechslung ist das Erfolgsrezept einer jeden plattdeutschen Komödie. Durch abstruse Kostüme, neckische Mimik, krasse Gestik und hintergründigen Humor gerät sie schnell auch zum Schenkelklopfer. Wenn die Spieler dann aber auch noch eine gehörige Priese Lokalkolorit hinzumischen, wird’s richtig gemütlich. Die Abbuser Spoaßmoaker scheinen dieses Wechselspiels meisterlich zu beherrschen: Auch die Premiere ihres neuesten Dreiakters „Alles bloß Theoter“ Freitagabend im Abbehauser Dorfkrug traf den Nerv der Spoaßmoaker-Fan-Gemeinde aufs Feinste.

„Einfach toll“

„Der Beifall war einfach überwältigend. Die Zuschauer pfiffen und trampelten. Es war einfach toll“, zog Regisseur Reiner Gebauer nach dem Premierenabend zufrieden Bilanz. Es war der elfte Premierenabend der Spoaßmoaker in elf Jahren.

Und die Frage stand im Raum: Konnte die Komödie „Alles bloß Theoter“ aus der Feder von Erich Koch in einer plattdeutschen Bühnenversion der Katholischen Landjugendbewegung Eggermühlen die Bühnenerfolge der letzten Jahre überhaupt noch toppen? Ja, sie konnte.

Und man spürte regelrecht, wie von den Akteuren um Claudia Böltes, Ingeborg Laverenz, Ute Löning, Ralf Müller, Helmut von Nethen, Frank Pieperjohanns, Anne Padeken und Wilhelm Willms das anfängliche Herzklopfen in ein zufriedenes Lächeln umschlug.

Es sei eines der schönsten Stücke gewesen, die sie bisher gesehen haben, hätten ihm viele Premierengäste erzählt, so Reiner Gebauer zufrieden. Und: „Das tat richtig gut.“

Das Stück ist an sich einfach und nach bekanntem Muster gestrickt: Der Bauer, trinkfest und arbeitsscheu, der mit der Kellnerin aus seinem Stammlokal anbändeln möchte; die Bauersfrau, die dies schnell spürt und zum kräftigen Gegenschlag ausholt; ihre Schwester, die gerne gegen alles und jeden hetzt; die „crazy“ und ausgeflippte Tochter, die eigentlich nichts von schlappen Männern hält, bis ihr ein Muttersöhnchen über den Weg läuft… und die männerfeindliche Pfarrköchin, der um Sitte und Moral bange ist.

Natürlich spielt alles in Abbehausen und umzu: Von Pastor Kaffka und Lehrer Ranft ist die Rede, von Schlachter Linz, Kneipenwirt Udo und den Lenzmeiers. Es wird über die Ellwürder, Seefelder und die Blexer gefrotzelt – aber natürlich auch über die Leute aus dem eigenen Dorf. So erinnert sich Altwarenhändler Franz (Wilhelm Willms): „Mien Opa heff mi all warnt. Goah bloss nich noah Abbusen, heff hei seggt. De Wiewer sind hässlich un de giezigsten van ganzen Landkreis.“

Lacher im Minutentakt

Lacher gab’s so im Minutentakt – und die Zuschauer juchzten. Auf die Spitze trieb es Bauer Heinz (Ralf Müller), der als ausgeguckter Schreiber eines Theaterstücks über das Leben im Dorf zu allem und jedem seinen abstrusen Spruch fand. „Wenn du vom Wirtshaus kommst nach Haus gewackel, und es dir im Bauche zwickt und zwackelt, nimm noch einen Schluck, so ganz versteckt, bevor das Nudelholz dich niederstreckt“, bog er sich die Worte beispielsweise zurecht. Oder: „Suchst du eine Frau fürs Leben, musst du ein Inserat aufgeben. Doch wäre es besser dir bekommen, hättest du die Kuh genommen.“ Das Premierenpublikum amüsierte sich köstlich – und bedankte sich zum Abschluss mit einem Riesenapplaus.

Eine Spielschar auf der Bühne ist natürlich immer nur so gut, wie die vielen Akteure vor und hinter ihr. Bei den Abbuser Spoaßmoakern waren dabei: Karin Schindler (Topuster), Jule Pieperjohanns (Sprecherin), Birgit Miller (Maske), Norbert Hoffmann (Technik), Helmut Bergstädt und Norbert Hoffmann (Bühnenbau), Hannelore Hoffmann, Elke Pieperjohanns und Michael Schindler (Inspezienten) sowie Julia Lenz und Dennis Lübben (Bühnengestaltung).

 Weitere vier Abend-Aufführungen des Dreiakters „Alles bloß Theoter“ sind geplant für den 2., 3., 4. und 8. Januar jeweils ab 19.30 Uhr; zwei samstägliche Theaterkaffee-Nachmittage am 5. und 12. Januar jeweils ab 15 Uhr; sowie zwei Theaterfrühstücke, jeweils am Sonntag, dem 6. und 13. Januar, jeweils ab 10 Uhr.

Außer der Reihe ist zudem auf Anfrage der Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen eine Sonderveranstaltung für Mitglieder des Clubs 50plus geplant.

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