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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

„Zweiter Frühling“ hält schon 25 Jahre an

14.08.2019

Abbehausen Im zarten Alter von 25 Jahren wird nun der „Zweite Frühling“ gefeiert. Denn der gleichnamige Seniorenkreis der Kirchengemeinde Abbehausen besteht in diesem Jahr seit 25 Jahren. Von Anfang an dabei ist Elli Brödje, die sich seit nunmehr einem Vierteljahrhundert um das Programm kümmert.

Keine Langeweile

Denn eines gibt es bei den alle drei Wochen stattfindenden Treffen nicht: Langeweile! „Wir machen von allem etwas“, sagt Elli Brödje. Sie versuche, für jedes Treffen einen Redner zu organisieren, der zu einem Thema referiert. „Information, Kultur, Ausflüge in die freie Natur, manchmal geht es auch sportlich zu“, erzählt Elli Brödje. Mal ist ein Vertreter der Diakonie zu Gast, um über das Angebot zu informieren, mal liest jemand plattdeutsche Geschichten vor, oder die Teilnehmer machen Entspannungsübungen. Zweimal im Jahr organisiert Elli Brödje auch Touren, zum Grünkohlessen und zum Spargelessen.

36 Jahre gehörte Elli Brödje dem Kirchenrat an. So kam sie damals auch zum Seniorenkreis. „Es existierte bereits ein Altenclub von der Kirche“, erinnert sich die heute 77-Jährige. „Irgendwann sagte der Leiter der Gruppe, er wolle aufhören. Der Altenclub sollte aufgelöst werden“, berichtet Elli Brödje. „Das kann nicht sein, dass dann der ganze Altenclub zusammenbricht“, habe sie gesagt und die Antwort bekommen, dass sie die Leitung ja übernehmen könne. So kam Elli Brödje zu ihrem Posten. Unterstützung bekam sie durch den damaligen Pfarrer Hans-Wilhelm Biermann und die inzwischen verstorbene Alberta Spiekermann, die ebenfalls im Kirchenrat tätig war. „Wir waren alle berufstätig. Wir haben uns geeinigt, die Leitung als Dreier-Team zu übernehmen“, erzählt Elli Brödje.

Einiges habe sich in den vergangenen 25 Jahren verändert, erzählt sie. Zum Beispiel in der Finanzierung. „Ganz früher haben die Altenclubs und Seniorenkreise noch Geld von der Stadt bekommen“, sagt Ellie Brödje. Die Leiter der Gruppen mussten einen Tätigkeitsbericht erstellen, in dem auch die Zahl der Teilnehmer vermerkt war. Nach Teilnehmerzahl aufgeschlüsselt bekamen die Clubs Zuschüsse von der Stadt. Das gebe es heute nicht mehr, sagt Elli Brödje.

Inzwischen ist ein kleines Sparschwein ständiger Begleiter der Treffen. Dort werfen die Teilnehmer Geld hinein. Ab und zu wird auch eine Kollekte dem Seniorenkreis gewidmet. „Oder wir bekommen Spenden“, sagt Elli Brödje. Zu Weihnachten bekommt der Seniorenkreis außerdem einen Zuschuss von der Kirche.

Schön gedeckte Tafel

Schon vor den Veranstaltungen fangen Elli Brödje und ihre Mitstreiter – sie wird von Erika Werner, Hannelore Edzards, Klara Schuldt und natürlich Pfarrer Matthias Kaffka unterstützt – mit der Arbeit an. Sie besorgen Kaffee und Kuchen für die Treffen, stellen die Tische auf und decken sie ein. Denn die Senioren sollen es gemütlich haben und an einer schön dekorierten Tafel sitzen, findet Elli Brödje.

Die Zahl der Teilnehmer der Veranstaltungen des Seniorenkreises sei stetig gestiegen, erzählt sie. Inzwischen sind es knapp 40 Damen und Herren, die regelmäßig teilnehmen. „Es dürfen auch gerne noch 50 werden“, sagt Elli Brödje schmunzelnd. Sie sei einfach schon immer gerne mit Menschen zusammengewesen und es mache ihr Spaß, erläutert Elli Brödje, warum sie seit 25 Jahren dabei ist. „Und es sind einfach ganz liebe Leute, die in dem Kreis sind“, sagt sie.

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr das Gemeindefest 2009. Dort habe der Seniorenkreis gesungen. „Die Frauen trugen große Hüte, die Männer weiße Schals, wie Johannes Heesters“, erinnert sie sich. Der Auftritt sei so erfolgreich gewesen, dass die Gruppe auch zum Seniorenfest nach Rodenkirchen eingeladen wurde, um dort noch einmal zu singen, erzählt Elli Brödje.

Ein buntes Programm wird es auch an diesem Mittwoch geben. Doch was genau geplant ist, kann Elli Brödje nicht sagen. „Es wird eine kurze Andacht geben. Ich begrüße die Gäste und erzähle ein bisschen aus der Vergangenheit“, sagt sie. Dafür hat Elli Brödje einen Ordner mit Bildern und Texten zusammengestellt. Doch das Hauptprogramm wird auch für sie eine Überraschung, denn das haben dieses Mal ihre Mitstreiterinnen alleine organisiert, sagt Elli Brödje. Die Jubiläumsfeier beginnt um 14.30 Uhr im Gemeindehaus. Bei schönem Wetter wird im Pastoreigarten gefeiert.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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