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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

RUHESTAND: Abschied von Arbeit und der „Sürwürden“

29.01.2005

BRAKE BRAKE/KAB - „Ein bisschen schwer fällt mir der Abschied schon“, gibt Hermann Ulrich zu. „Aber ich freue mich darauf, im Vorruhestand Zeit für meine Enkel zu haben.“ 24 Jahre hat er am Stützpunkt Klippkanne für das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven gearbeitet; zunächst als Matrosenmotorenwärter und ab 1984 als Schiffsführer. Mit dem Schlepper „Sürwürden“ hat er Wasserbaukolonnen transportiert, Schiffahrtszeichen gesetzt und mit der Egge Untiefen beseitigt.

„Um an die Ufer der Unterweser zu fahren, braucht man ein gewisses Können, das nicht jeder hat“, sagt Alfred Bätza, Außenbeamter in Klippkanne. „Aber Hermann kann das“, fügt er anerkennend hinzu. „Und seit er die ,Sürwürden’ fährt, gibt es an Bord auch Tee für die durchgefrorenen Wasserbauer“, lobt Wasserbaumeister Rainer Hauerken.

Gestern am frühen Morgen, als seine Kollegen ihn als Überraschung an seinem letzten Arbeitstag mit der „Sürwürden“ von Elsfleth abholten, musste Ulrich aber zunächst mal tief Luft holen. Eigentlich mag der bescheidene 62-Jährige es nämlich gar nicht, wenn „so viel Wind“ um ihn gemacht wird. Der gebürtige Mecklenburger stammt aus einer alten Schifferfamilie. Großvater und Vater waren ebenfalls Schiffsführer. Schon mit 14 Jahren hat er angefangen, auf dem Schiff seines Vaters zu arbeiten.

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Seine letzte Fahrt hätte er allerdings am liebsten auf dem neuen Schiff, das die 42 Jahre alte „Sürwürden“ ersetzen soll, angetreten. „Wir sind, was das betrifft, noch in der Entwurfsphase. Aber du kannst dir sicher sein, Hermann: Wenn das neue Schiff in Dienst gestellt wird, bist du dabei“, versprach Bätza.

„Und dass ihr mir die Finger von den Mehlbüddeln lasst!“, fällt Ulrich, der mit vielen Geschenken verabschiedet wurde, an dieser Stelle eine Anekdote ein. An Mehlbüddeln hat er sich gemeinsam mit Bätza und Hauerken nämlich mal gewaltig den Magen verdorben, als sie bei Kollegen in Tönning (Schleswig-Holstein) deren neues Schiff in Augenschein nahmen.

Ulrichs Stelle besetzt nun kommissarisch Maschinenmatrosenwärter Ralf Berkelmann, sie wird jedoch betriebsintern ausgeschrieben.

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