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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kunst statt Kühe in der alten Schule

03.05.2019

Achterstadt Früher standen hier Kühe. Und ganz früher diente das Gebäude als Schule für den Schweier Ortsteil Achterstadt. Heute steht hier die Galeristin Ysabel Sureth. Denn nach den Kühen zieht die Kunst in den alten Stall ein.

Ein bisschen ist immer noch übrig von der einstigen landwirtschaftlichen Nutzung. Die Mauer aus groben Ziegelsteinen zum Beispiel, ein alter Balken und zwei hölzerne Ständer, die in Betonfundamenten ruhen. Hier waren früher die Schwarzbunten angebunden. Die dunkle Metalltreppe, die ins Obergeschoss führt, ist extra für diesen Raum angefertigt worden.

Drei Frauen stellen aus

„Kohle – Farbe –Silber“: So heißt die Ausstellung, die zu einem Drittel in dem alten Stall zu sehen sein wird. Eröffnet wird sie am Sonntag, 19. Mai, ab 15 Uhr. Den einführenden Vortrag hält die Literatur- und Sprachwissenschaftlerin Dr. Uta Fleischmann aus Oldenburg, ein Barista serviert Kaffeespezialitäten. Das Duo Soñol aus Anja Herold (Alt- und Sopransaxofon) sowie Dagmar Ludwig (Bassklarinette) spielt Jazz, Pop, Klezmer und Tango.

Drei Künstlerinnen stellen ihre Arbeiten aus. „Es ist Zufall, dass diesmal kein Mann dabei ist“, sagte Ysabel Sureth. Eine der drei Frauen ist Astrid Gamper. Sie hat sich in einer alten Villa in dem Südtiroler Dorf Klausen ein Atelier eingerichtet. Dort sind die großformatigen Kohle- und Graphitzeichnungen ohne Titel entstanden, die im alten Stall ausgestellt werden.

Astrid Gamper war früher als Modedesignerin tätig und fand dann zur Kunst. Ysabel Sureth fand sie eher zufällig, als sie eine Ausstellung in Klausen besuchte. Wenig später trafen die beiden Frauen einander erneut – und das führte zu der Ausstellung, die demnächst im alten Stall zu sehen ist.

Winzige Dimensionen

Neben dem für heutige Verhältnisse winzigen Stall liegt ein weiterer, noch winzigerer Raum, auch er aufwendig aufbereitet. Er soll eine Kunst-Werkstatt werden, dient aber diesmal als Ausstellungsraum, weil seine Dimensionen bestens zu denen der Kleinskulpturen passen, die Maria-Anna Nordiek gefertigt hat. Kunstfreunde kennen die in Sandhatten südlich von Oldenburg praktizierende Künstlerin von einer Ausstellung in der Seefelder Mühle.

Ihre Objektinstallationen und Szenarien erzählen Geschichten. Die Bildhauerin setzt dabei auf die Wirkung des kleinen Maßstabs. Für ihre Werke verwendet sie auch Fundstücke, etwa Spielzeugfiguren. Sie arbeitet überwiegend mit Metall.

Gegenüber der alten Schule liegt die eigentliche Privatgalerie Sureth, in einer ebenfalls aufwendig aufgearbeiteten Remise. Hier stellt die dritte Künstlerin aus: Hertha Poppinga. Sie zeigt Landschaftsmalerei. Dabei geht es der Zwischenahnerin nicht um die bloße Darstellung von Dingen, sondern um die ihnen innewohnende Kraft.

Die bildende Künstlerin arbeitet experimentell mit Materialien wie Acryl, Schlamm, Kleisterpapier, Sand oder Stroh, die sie in ihre Kompositionen einbezieht. Ihre Werke sind eine Gratwanderung zwischen Gegenstand und Abstraktion, heißt es in der Ankündigung.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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