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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Alarm: Schreckschraube auf Papas Sofa

30.06.2007

NORDENHAM Da haben sich die Kinder aber ein Eigentor geschossen. Eigentlich wollten sie für ihren Vater, den honorigen Bürgermeister Naumann, eine nette Frau suchen. Und nun hockt da Fräulein Martini, eine aufgetakelte, Sekt schlürfende Schickimicki-Mieze im Blümchenkleid auf dem Sofa und macht Papa schöne Augen. Das hatten sich Martin, Ulla, Phillip und Tom, die vier Kinder des Witwers, ganz anders vorgestellt.

Auf der Bühne der Realschule I geht’s turbulent zu. Am Freitag führt die Theater-AG der Lehrerin Frauke Logemann-Fastie das Stück „Vater braucht eine Frau“ zweimal auf: am Morgen für die Mitschüler, abends für die Eltern, Großeltern und Freunde. Und beide Aufführungen werden zu Recht mit begeistertem Applaus gefeiert.

Das Stück von Christian Bock dürfte vielen Zuschauern bekannt vorgekommen sein. Denn die Geschichte ist mehrfach verfilmt worden. Sie beginnt damit, dass einmal mehr ein Dienstmädchen im Hause Naumann seine Koffer packt, weil die quirlige Rasselbande des überforderten Witwers mal wieder über die Strenge schlägt. Während der Bürgermeister sich per Anzeige eine Nachfolgerin sucht, hecken die Gören einen Plan aus. Auch sie schalten eine Anzeige, eine Heiratsanzeige. Eine Frau muss her, sind sich die Kinder (fast) einig. Nur Tom, der Jüngste, hält nichts von dem Plan. Die anderen aber meinen: „So eine Frau kann nicht einfach weglaufen, kostet nix und muss trotzdem im Haushalt was machen.“

Natürlich kommt es zu allerlei Verwechslungen. Und natürlich passt der Kinderschar nicht jede Kandidatin, die auf ihre Annonce antwortet. Die eine vertilgt Unmengen von Sahnetorten in Rekordgeschwindigkeit, die andere hat bei ihrer stattlichen Anzahl von Männerbekanntschaften längst den Überblick verloren. Nur für Frau Hellwig sind die Kinder Feuer und Flamme. Sie ist die neue Haushälterin. Aber Papa lässt sich von der blonden Schreckschraube auf dem Sofa bezirzen. Zum Glück offenbart die beim Techtelmechtel ihr wahres Gesicht, und so wird der Weg doch noch frei für eine Hochzeit mit dem netten Dienstmädchen.

Das Stück ist amüsant und herrlich altmodisch. Und die Schüler setzen es prima um. Köstlich wie Lisa Schlesies-Janssen in der Rolle des Bürgermeisters meistens erfolglos versucht, ein wenig Ordnung in das Familienchaos zu bringen. Die Hände vor der Brust gefaltet, stolziert er im feinsten Zwirn vor seinen Sprösslingen wie ein Kommandeur, der seine Truppe inspiziert. Und doch tanzen ihm die frechen Gören immer wieder auf der Nase herum. Aber nicht nur die Rolle des Bürgermeisters ist glänzend besetzt. Viele der Nachwuchsmimen stellen außergewöhnliches Talent unter Beweis. Und deshalb haben sie sich auch die Anerkennung ihres Schulleiters Walther Vogel redlich verdient. Der verteilt nach der Aufführung Rosen und Kinogutscheine an die Mitglieder der Theater-AG.

Mitgespielt haben Lisa Schlesies-Janssen, Perihan Özdemir, Jane Gerdes, Anna Stevanovic Popovvic, Ann-Kathrin Bouda, Maria Saathoff, Frederike Hortig, Nadine Ahlers, Christoph Pevestorf, Anna Rabea Gützlaff, Alicia Martens, Sebastian Brackmann, Elisa Zabala, Nikita Görmer und Daniela Bruns. Bühnenassistenz: Alessandra Hortig, Technik: Simon Wittkowsky, Regie: Frauke Logemann-Fastie.

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