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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Alltägliches gekonnt in Lieder verpackt

24.02.2014

Brake „A Trip Down Memory Lane“ ist eine im Englischen oft genutzte Phrase und bedeutet so viel wie „in Erinnerungen schwelgen“. Mit auf so einen „Trip“ nahm Ulla Meinecke am Sonnabend die Gäste im fast ausverkauften Central-Theater. Meinecke, die in den 1980er Jahren zu den Vorreiterinnen der „Deutschen Popmusik“ gehörte, sang viele bekannte und weniger bekannte Lieder aus ihrem umfangreichen Repertoire. Sie hat mittlerweile 17 Alben veröffentlicht. Begleitet wurde Ulla Meinecke von Ingo York (Gitarre, Bass) und Reinmar Henschke (Keyboard).

Zwischen den Liedern erzählte die im Taunus geborene Sängerin Anekdoten oder leitete kabarettistisch zu den einzelnen Liedern über. In ihren Liedern verarbeitet die Sängerin größtenteils Alltägliches, die kleinen und großen Dinge des Lebens – mal gefühlvoll, mal eher rockig und mit einer Prise Swing gewürzt, kommen Lieder wie „Schlendern ist Luxus“, „Süße Sünden“, „Hafencafé“ oder „Marlene an der Wand“ daher.

Die Lieder Meineckes bestechen durch eine ganz eigene Poetik. Brav ist die Sängerin dabei aber keineswegs. „Bei all dem Anti-Aging Wahn empfinden viele ihren 30. Geburtstag schon als Nah-Tod-Erfahrung“, erzählte Meinecke in der Einleitung zum Lied „Zu alt“. Das Stück „Zu alt“, ein modernes Lied mit Beatboxing und den Gitarrenakkorden von „Kiss“ (Prince), stach durch die Instrumentalisierung und den bissigen Humor aus dem Programm heraus: „Mit mir zu reden ist wie Nekrophilie“, heißt es in dem Lied, eine kleine Kampfansage gegen den Jugendwahn.

Aber nicht nur in ihren Liedern zeigte die Sängerin Humor, auch technische Pannen nahm sie gelassen. Als sich die Anlage des Kulturzentrums mit einem kleinen Knall verabschiedete, sagte sie nur: „Wir machen gleich weiter.“

Etwas getrübt wurde das Konzert durch die teilweise zu forsche Instrumentalisierung. Gerade Gitarre und Bass legten sich gerne zu dominant über den technisch einwandfreien Gesang, unter anderem bei der leicht eigenwilligen Interpretation des Hits „You’re so vain“ von Carly Simon. Auch die teilweise zu langen Herleitungen zu einigen Liedern nahmen etwas den Fluss aus dem Konzert.

Den meisten Fans nahmen diese kleinen Details aber nicht den Spaß, sie genossen den Trip auf der Straße der Erinnerung: Viel Applaus gab es für die drei Musiker, die erst nach über zwei Stunden und drei Zugaben endgültig die Bühne verließen.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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