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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

THEATER: Als Gräfin Tamara um die Welt gereist

27.05.2006

NORDENHAM NORDENHAM - Wenige Stunden vor der Premiere kann Jens Dierkes-Kuper seine Nervosität kaum verbergen. Es fällt ihm schwer, die Füße still zu halten. In der Nacht zuvor hat er nur wenig geschlafen. Dabei hat die Generalprobe des neuen Stücks von Theater Fatale prima geklappt. Immer wieder gab es am Donnerstag Szenenapplaus des etwa 20-köpfigen Probenpublikums. Und der Regisseur, den Fatale-Vorsitzender Dietmar Günther zum ersten Mal angeheuert hat, ist von seinem Ensemble überzeugt. Doch Gelassenheit will sich nicht einstellen, so kurz bevor sich in der „Friedeburg“ zum ersten Mal der Vorhang öffnet. Und das ist auch gut so: Jens Dierkes-Kuper mag es, wenn der Adrenalin-Spiegel steigt.

Was ist das für ein Typ, dieser 33-Jährige aus Ibbenbüren, der sich seit einigen Wochen als Gastarbeiter in Nordenham aufhält? Jens-Dierkes-Kuper erinnert sich, dass er schon im Kindergarten mit Marionetten sein junges Publikum belustigt hat. Seine erste Theater-Rolle hatte er in der vierten Klasse. Da spielte er das Brot im Backofen von Frau Holle. Im Alter von 15 Jahren schloss er sich der Theaterbühne Quasiso in Ibbenbüren an. Bis heute ist er regelmäßig beim Quasiso-Theater dabei – vor und hinter den Kulissen.

Sein Geld verdient Jens-Dierkes Kuper nicht nur als Auftrags-Regisseur, sondern vor allem als Schauspieler auf Kleinkunstbühnen und Kreuzfahrtschiffen. Nach dem Zivildienst arbeitete der Ibbenbürener als Animateur bei einer Kreuzfahrt die zur Antarktis führte. Daraus entwickelten sich Auftritte im Showprogramm. Und er schuf die Figur der Gräfin Tamara. In den vergangenen fast zehn Jahren hat er 658 Mal diese Rolle gespielt. Er stand zusammen mit Catharina Valente, Marlène Charell, Billy Mo und Jimmy Somerville auf der Bühne und war mit Aida-Schiffen rund um den Globus unterwegs. Sein neuestes Programm, das er gemeinsam mit dem Pianisten Carsten Rust erarbeitet hat, heißt „Nimm mich“. Jens Dierkes- Kuper beschreibt es als „erotisches Happening“, das auf zotige Platitüden und Tiefschläge unterhalb der Gürtellinie verzichtet. Eine Travestie-Show mit Liedern und reichlich Comedy – und einem hohen Improvisations-Anteil. Jens-Dierkes Kuper liebt es, wenn er sein Publikum mit einbeziehen

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kann. Außer den Liedern ist nichts einstudiert. So ist jeder Auftritt einzigartig. Der 33-Jährige weiß nicht, was passiert. Und dadurch werden jene Adrenalin-Schübe frei, die er so schätzt, weil sie eine besondere Intensität auf die Bühne bringen. Zu sehen ist das erotische Happening am Freitag, 23. Juni, ab 20 Uhr in der „Friedeburg“ – wenige Tage nach der letzten Aufführung des Fatale-Stücks „Es war die Lerche“.

In seiner Regie-Arbeit versucht Jens Dierkes-Kuper, den Faktor Zufall so weit wie möglich auszuklammern. „Jede Handbewegung ist bis ins kleinste Detail geplant“, sagt der 33-Jährige. Der Aufwand war für das ganze Fatale-Team enorm, die Proben-Logistik so ausgeklügelt wie nie zuvor. Jens Dierkes-Kuper hat einen hohen Anspruch. Er hat viel mit seinen Schauspielern geredet. „Ich biete ihnen die Liane, an der sie sich durch den Dschungel des Abends hangeln können. Von den Schauspielern erwarte ich Spielfreude, Emotionen und das Verständnis für den jeweiligen Charakter.“ Jens Dierkes-Kuper freut sich darüber, dass aus der anfänglichen Offenheit inzwischen Vertrauen geworden ist. Der Ibbenbürener ist begeistert vom ganzen Fatale-Team.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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