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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kultur: Angst und Gewalt mit Lichtreflexion in Szene gesetzt

11.10.2011

TOSSENS Das Thema „Ängste“ hatten sie zwar zum Inhalt ihrer Inszenierung gemacht, aber Angst dürften die Schüler der heutigen 7. Klasse das Hauptschulzweiges der Tossenser Zinzendorfschule nicht gehabt haben, als sie vor eineinhalb Jahren entschieden, sich bei einem pädagogischen Projekt mit dem Schwarzlichttheater zu beschäftigen. Für das jetzt in der Aula der Schule präsentierte Ergebnis gab es viel Beifall.

Unter der Leitung der ehemaligen Klassenlehrerin Gisela Baars und der in diesem Metier erfahrenen Schauspielerin Sylva Springer mussten die Schüler viel lernen. Um die Szenen als Pantomimen ohne Geräusche darbieten zu können, um das Spiel von Lichtreflexion und Dunkelheit zu beherrschen, mussten bewusste, ausdrucksvolle Bewegung und Körperhaltung, Ausnutzung des Raumes sowie Kooperation und Koordination erlernt werden. Zudem galt es, Ideen und Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Insgesamt 14 Szenen wurde währen der gut 40-minütigen Aufführung dargeboten. Sie handelten unter anderem von einem Kind, das spürt, nicht allein, sondern mit einem Monster in einem dunklen Raum zu sein, von Robotern, von der asiatischen Kampfsportart Taekwondo und vom den (inneren) Frieden raubenden Lärm eines Hubschraubers.

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Auch das Thema „Gewalt“ wurde thematisiert. Zwei gleichgroße Gestalten kämpfen, verletzen sich, müssen einstecken, bis einer schließlich „besiegt“ wird. Ein Großer und ein Kleiner gestalten einen ganz anderen, ungleichen Kampf, in dem der Große seine Vorteile aber nicht ausnutzt.

Eine bunte Spinne symbolisiert die Phobie. Sie wird mit Spießen bekämpft und erweist sich schließlich als Sieger – und als gar nicht so unsympathisch. Eine Leiter bildet den Ort der nächsten Angst-Inszenierung. Der Mann kann hinunterfallen, es kann ihn jemand bedrohen, er verliert seine Farbpinsel und sogar den Eimer, bis er selbst weggetragen wird. Gleich dreimal wird ein unachtsame Fußgänger, der seine Schnürsenkel bindet, zum Opfer eines Verkehrsunfalls. Aufeinander zugehende und dann wieder zurückweichende weiße Schuhe symbolisieren eine Panik. Im letzten Programmpunkt werden Menschen einander zu „Stolperfallen“.

Begrüßt wurden die Besucher der Aufführung von Zinzendorf-Schulleiterin Melanie Rummel und vom Sprecher des „Gezeiten“-Arbeitskreises, Klaus Trolldenier, denn das überaus gelungene Schwarzlichttheater beendete die Butjadinger Kunst- und Kulturwochen 2011.

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