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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Ansichten aus verschiedenen Blickwinkeln

17.04.2008

NORDENHAM Die Jury hat entschieden und rund 90 Werke für die Ausstellung „Künstler sehen Nordenham“ ausgewählt. Dr. Peter Klan, der die Arbeitsgruppe des Kunstvereins Nordenham leitet, und der 2. Vorsitzenden Marlene Gerdes sowie Sibylle Neumann-Gäßler, Kunsthistorikerin und Dozentin an der Universität Oldenburg, ist die Aufgabe schwer gefallen. Bei einem Werk waren sich die drei jedoch schnell einig. Die großformatige und in leuchtenden Farben gemalte Ansicht des Großensieler Hafens faszinierte die Jury. Der 14-jährige Schüler Maximilian Berendsen hat das Bild gemalt.

Es sind nicht nur die Bilder, die Peter Klan immer aufs Neue motivieren, in der Vorbereitung der Ausstellung nicht inne zu halten. Mehr noch reizen ihn die Geschichten, die sich um die Kunstwerke ranken, und die damit einhergehende Suche nach denjenigen Malern, die sich dafür Zeit und Muße genommen haben. Und so werden die manchmal erstaunlichen Resultate einer mitunter hoffnungslos erscheinenden Recherche Niederschlag finden in einem Bildband, den der Kunstverein vorbereitet. „Vielleicht gelingt es mit dem Katalog, den Nordenhamern ein neues Bewusstsein zu schaffen für die eigene Tradition, für das eigene Land“, hofft der Ausstellungsinitiator.

Es gebe zu jedem Bild eine Geschichte, sagt Peter Klan. Doch manchmal sei es schwierig, mehr als nur den Namen eines längst vergessenen Malers der Bedeutungslosigkeit zu entreißen. Fritz zu Klampen ist ein solcher Fall. Nach Auskunft von Peter Klan liegt jetzt der fast lückenlose Lebenslauf eines Mannes vor, der fast in Vergessenheit geraten war. 1884 in Westerstede geboren, unterrichtete der Lehrer von 1908 bis 1933 in Esenshamm und als Schulleiter in Abbehausen. Der Pädagoge, Organist, Maler und Heimatkundler wirkte bis zu seiner Pensionierung an der Grundschule Klippkanne in Brake und war lange Jahre Leiter der dortigen Niederdeutschen Bühne. Fritz zu Klampen starb 1965 in der Kreisstadt. Einen großen Beitrag zur Biografie von Fritz zu Klampen leistete Dieter Fickers aus Brake.

Sein eindrucksvolles Ölbild zeigt Nordenham von der Wasserseite um 1915. Lange Jahre lag es unbeachtet auf einem Dachboden. Im Zuge der Ausstellungsvorbereitungen erinnerte sich Peter Klan an den Besitzer, der ihm 1985 in einem anderen Zusammenhang davon erzählt hatte. Der ehemalige Vorsitzende des Museumsvereins fand doch tatsächlich die damals notierte Telefonnummer wieder und rief an.

Immer wieder stieß Peter Klan auf den Maler Rudolf Matthis und dessen Schüler. Zwei Werke mit seltenen Nordenhamer Motiven tat er auf. Die außergewöhnliche Abbildung der katholischen St.-Willehad-Kirche, die das Gotteshaus vor dem Umbau in den 50er-Jahren zeigt, ist im Besitz der Kirchengemeinde.

Ein strenger, akademischer Stil zeichnete Rudolf Matthis aus. Er hat sein Wissen an seine Schüler weitergeben können, wie historische Bilder in der Ausstellung belegen, die am 17. Mai in den Räumen des Kunstvereins im Alten Rathaus eröffnet wird. Am 6. Juli folgt eine zweite Ausstellung mit moderneren Werken im Museum Nordenham. Jeder Maler ist nur mit einer Arbeit vertreten. „Wir haben auch einige Künstler abgelehnt“, merkt Peter Klan an.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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