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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Kalte Dusche für Ellwürder Baumträger

11.06.2019

Atens /Ellwürden /Fah Die Wetterkapriolen am Samstag wirbelten die Pläne der Heimatvereine beim traditionellen Pfingstbaumsetzen kräftig durcheinander: Die Atenser verzichteten auf Anraten des Technischen Hilfswerks wegen der starken Windböen darauf, den Baum wie geplant in die Senkrechte zu hieven; tags drauf holten sie das nach. In Ellwürden ließ heftiger Platzregen die Baumträger von einem Moment auf den anderen pitschnass werden. Und In Friedrich-August-Hütte sorgte das nasskalte Schmuddelwetter dafür, dass der eigentlich beliebte Flohmarkt diesmal kaum mehr Besucher hatte als Händler. Wenigstens zwischendurch gab es indes auch mal sonnige Abschnitte.

„Leider Gottes, das Wetter,“ begann der Atenser Pfarrer Christopher Iven mit einem ironischen Augenzwinkern seine Grußworte am Atenser Kreisel. Die Entscheidung, den Baum aus Sicherheitsgründen vorerst nicht aufzustellen, sei vernünftig, sagte er.

„Unser Herr Gott macht, war er will. Er hört mir bei meinen Wetterwünschen leider nicht immer zu,“ flachste auf dem Festplatz in Ellwürden auch Abbehausens Pfarrer Matthias Kaffka. Er hatte die Regengüsse hautnah miterlebt, denn der Geistliche zählte zu den Baumträgern. Er hatte damit ein Versprechen eingelöst, das er dem Ellwürder Bürgerverein im vergangenen Jahr gegeben hatte.

Abgesehen von den wetterbedingten Unwägbarkeiten lief das Pfingstbaumsetzen nach bewährtem Schema ab: Der Umzug der Dorfgemeinschaft De Atenser wurde begleitet von der Blaskapelle Ovelgönne sowie vom Fanfaren- und Spielmannszug Seefeld. Delegationen der Nordenhamer Sportschützen, der Klootschießer und hoch zu Ross auch des Reitclubs waren ebenfalls dabei. Aus der festlich geschmückten Kutsche warfen die Pfingstmajestäten Laura Lippa und Noel Cwiertnia sowie Prinzessin Noelle Straupe und Prinz Bjarne Hampel den Kindern am Straßenrand Karamellen zu. Als Ehrengast lief Bürgermeister Carsten Seyfarth gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden Wilhelm Richter und Pfarrer Christopher Iven vorneweg.

Spiel und Spaß standen im Mittelpunkt der Pfingstfeierlichkeiten des Bürgervereins Friedrich-August-Hütte. Auf dem Festplatz neben dem Clubhaus an der Klaus-Groth-Straße waren eine Hüpfburg, eine Torwand und Stände für Dosen- und Ringewerfen aufgebaut. Die Bewirtung mit Getränken, Bratwurst und Pommes hatte der Verein in Eigenregie übernommen. Bereits zwei Stunden vor dem geplanten Umzug schmückten die Kinder ihre Fahrräder, Roller und Kettcars mit buntem Krepppapier und mit Luftballons.

Zeitgleich umwickelten die Männer den Baum mit Krepp-Rosen in den Vereinsfarben. Für Begleitmusik während des Umzuges entlang der Theodor-Storm-Straße, der Fritz Reuter-Straße und der Gorch-Fock-Straße sorgte die Marchingband aus Brake. Nachdem der Baum in die Senkrechte gehievt worden war, feierten die Friedrich-August-Hütter noch bis in den späten Abend hinein. Am Sonntag folgte ein Frühschoppen.

Während die Pfingstbäume in Atens und in FAH auf Transportwagen gerollt wurde, trugen die Ellwürder ihren Baum nach alter Tradition auf den Schultern. Die Pfingstkutsche mit den Majestäten Hanna Böning und Bastian Möhlmann sowie dem Kinderpaar Mia Elzinga und Henri Kaffka wurde von einem knallroten Porschetrecker gezogen. Delegationen des Clubs Weserstrand, der Kinder- und Jugendfeuerwehr, des TSV Abbehausen und des Klootschießer- und Boßelvereins folgten. Für Musik sorgte auf einer fahrbaren Bühne die Stadtkapelle Nordenham.

Die Freiwillige Feuerwehr und die Johanniter-Unfallhilfe sicherten den Zug ab, der häufig anhalten musste, da Anlieger die Baumträger am Straßenrand zu einem kleinen Umtrunk einluden. Mit halbstündiger Verspätung wurde der gut 17 Meter lange Baum schließlich aufgerichtet und zu den Klängen von „Hurra Butjarland“ die Vereinsfahne gehisst. Das ging plötzlich alles ganz schnell, denn schon wieder hatte es in Ellwürden kräftig zu regnen begonnen.

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