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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Die große Freiheit auf vier Rädern

19.09.2019

Atens „Schon in meiner Kindheit sind wir mit der Familie Campen gefahren. Damals haben wir sechs Wochen lang in einem Zelt geschlafen“, erzählt Hilda Suiveer-Roffel. Das Campen wollte sie gerne weiterführen – nicht aber im Zelt. Deswegen haben Hilda Suiveer-Roffel und ihr Mann Bart vor 32 Jahren beschlossen, sich einen Wohnwagen zuzulegen um damit verschiedene Orte zu bereisen.

Das Ehepaar kommt aus den Niederlanden und wohnt in der Nähe von Groningen. Nachdem sie 17 Jahre lang mit ihrem Wohnwagen unterwegs waren, haben sich die beiden ein Wohnmobil angeschafft. Auf dem Wohnmobilstellplatz am Störtebeker-Bad in Nordenham machen sie zum ersten Mal Rast. Wo sie als nächstes hinfahren, ist noch offen. „Das entscheiden wir immer ganz spontan, meistens bleiben wir nur einen Tag an einem Platz und fahren dann weiter“, sagt Hilda Suiveer-Roffel.

Ihre zukünftigen Ziele sucht das Ehepaar meistens mithilfe eines Buches aus. Manchmal benutzen die beiden aber auch eine App, in der zahlreiche Stellplätze aufgeführt sind.

App als Reisehilfe

Eine App für die Stellplatzsuche nutzen auch Wolf-Dieter Böse und seine Frau Bärbel. Auch sie sind schon seit 29 Jahren regelmäßig mit dem Wohnmobil unterwegs. Häufig lässt sich das Ehepaar auf Stellplätzen nieder, die es schon kennt. So auch in Nordenham am Störtebeker-Bad, wo die beiden immer mal wieder Rast machen.

Wolf-Dieter Böse und seine Frau kommen aus dem Emsland, genauer gesagt aus Surwold. Die kleine Gemeinde liegt etwa zehn Kilometer südlich von Papenburg. Falls sich die Emsländer irgendwo mal nicht so gut auskennen, nutzen sie die App „Stellplatz-Radar“. Dort können Reisende ihren aktuellen Standort angeben und bekommen dann alle Stellplätze in einem bestimmten Umkreis angezeigt. Anschließend könne man dann unter anderem Informationen über Lage, Umgebung, Preis und sogar Freizeitmöglichkeiten bekommen, sagt Wolf-Dieter Böse. Außerdem sind oft Fotos und Bewertungen anderer Besucher enthalten. Dadurch können Wohnmobilisten schon im Voraus sehen und lesen, was sie in etwa erwartet.

In der App sind auch der Stellplatz am Störtebeker-Bad und der zweite Wohnmobilstellplatz in Nordenham aufgeführt. Dieser befindet sich in Volkers auf dem alten Handwerkerhof. Dort ist Platz für 14 Mobile, der Preis für eine Nacht beträgt 10 Euro. Bis zum Jahr 2015 sei der Stellplatz am Störtebeker-Bad, auf dem 22 Mobile Platz finden können, noch kostenfrei gewesen. Aber auch heute zähle er mit 5 Euro für 24 Stunden Aufenthalt zu den günstigeren Übernachtungsmöglichkeiten. Im Preis enthalten ist die Abwasserentsorgung. Für Strom und Frischwasser stehen gebührenpflichtige Automaten zur Verfügung. Außerdem bekommen Nutzer des Wohnmobilstellplatzes gegen Vorlage des Parktickets diverse Rabatte in Nordenham. Woanders seien die Tagespreise oft viel höher, und meistens stehe sogar weniger Komfort zur Verfügung, weiß das Ehepaar.

Damals, als sie angefangen haben, mit dem Wohnmobil zu reisen, habe es kaum richtige Wohnmobilstellplätze gegeben, erzählt Wolf-Dieter Böse. „Früher ist man einfach losgefahren. Dann hat man irgendwann einen Platz gefunden, den man schön fand, und dort ist man dann geblieben.“ Diese Plätze waren dann hauptsächlich normale Parkplätze. Wasser habe man sich von der Tankstelle holen müssen, und eine Entsorgungsstation habe es meist auch nicht gegeben. Heute ist das anders. Fast überall könne man Wohnmobilstellplätze finden.

Unabhängigkeit

Seit acht Wochen sind die beiden bereits auf Tour. Wie lange das Ehepaar Böse noch mit dem Wohnmobil unterwegs sein wird, macht es vom Wetter abhängig. „Wenn das Wetter mitspielt, fahren wir noch weiter, wenn das Wetter schlecht wird, dann fahren wir halt nach Hause.“ Das sei das Schöne am Urlaub mit dem Wohnmobil. „Man ist einfach unabhängig. Wenn es uns irgendwo nicht gefällt, dann fahren wir weiter“, sagt Wolf-Dieter Böse.

Für die beiden Niederländer Hilda und Bart Suiveer-Roffel ist der jetzige Urlaub der erste in diesem Jahr. Seit ein paar Tagen erst sind sie unterwegs. Wie lange der Urlaub noch gehen soll, entscheiden auch die beiden nach Lust und Laune. „Das ist pure Freiheit, finde ich. Man kommt irgendwo an, und man ist fertig. Und man kann auch schnell wieder weiter. Anders als damals mit dem Zelt. Das musste man ja erstmal auf- und abbauen“, sagt Hilda Suiveer-Roffel.

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