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NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Auch Spielzeug weist den Weg

23.05.2015

Rodenkirchen Ein wenig ist es wie in ihrer Kindheit: Kim Renner lenkt ein ferngesteuertes Miniaturfahrzeug. „Das ist lustig“, sagt die 15-jährige Achtklässlerin. Aber es ist auch ernst: Das Miniaturfahrzeug ist ein Gabelstapler, und es soll für eine Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik bei J. Müller in Brake werben.

Bei Kim Renner kommt die Botschaft an. Sie könnte sich eine Tätigkeit im Hafen vorstellen. Aber auch so ziemlich das Gegenteil davon. Denn bei der Raiffeisenbank und der Sparkasse war sie auch. Kurzum: Kim Renner ist noch unentschlossen, was ihre berufliche Zukunft angeht. So wie ihr geht es nahezu allen anderen Gleichaltrigen auch, und deshalb bietet die Oberschule Rodenkirchen einmal im Jahr eine Berufsinformationsbörse (BIB) an.

13 Firmen und die Arbeitsagentur in Nordenham standen 115 Schülern ab Klasse 8 am Freitag Rede und Antwort. „Das ist Rekord“, freut sich Rektor Jürgen Janssen. Noch mehr hätte er sich gefreut, wenn die Firma Barghorn aus Brake die Einladung der Schule angenommen hätte. Deren Geschäftsführer Gunnar Barghorn hatte im NWZ -Interview die zögerliche Kooperationsbereitschaft vieler Schulen mit der Wirtschaft beklagt.

Kein Miniaturfahrzeug und auch nicht ferngesteuert ist die dicke blaue Zugmaschine, die Dietmar Klitscher vor der Schule abgestellt hat. Die Tür steht offen, Manuel (16) sitzt schon am Steuer. Lastwagenfahrer? „Das wäre ein Thema für mich“, sagt er. Auch Michel Arens, ebenfalls 16, findet den Beruf cool, hat aber schon einen einen Ausbildungsvertrag bei Maler Koopmann.

Dennoch hört er Dietmar Klitscher aufmerksam zu, der bei Stührenberg-Transporte in Einswarden für Aus- und Weiterbildung zuständig ist. 70 Berufskraftfahrer beschäftigt das Unternehmen, jedes Jahr stellt es drei neue Auszubildende ein, und die sind immer schwerer zu finden. Dietmar Klitscher wirbt für ein Praktikum: „Da könnt ihr mal mit zur Deponie Galing fahren“. Doch auch internationale Transporte bis nach Spanien gehören zum Aufgabenbereich des Unternehmens.

Das Braker Rehau-Werk schleust nur kleine Gruppen durch. Ein Thema ist Metallbearbeitung, die Schüler stanzen ihre eigenen Namen. Jaron Müller (14) aus Rodenkirchen findet, dass dies der interessanteste Stand ist.

Vier Unternehmen kann jeder Schüler kennenlernen. Eine fremde Welt öffnet sich für manchen am Stand des Finanzamtes Nordenham, wo die ehemalige Oberschülerin Annika Meinen (18) berichtet, die jetzt Anwärterin, also Auszubildende, ist. Finanzbeamte haben einen sicheren Job.

Entscheidend für die Schüler ist aber, einen Beruf zu finden, in dem sie ihre Stärken einsetzen können, gibt Berufsberater Kay Schiwy von der Arbeitsagentur den entscheidenden Tipp. Denn nur, wer im Beruf seine Stärken ausspielen kann, wird erfolgreich sein – und zufrieden.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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