• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Flixbus landet im Graben – sieben Verletzte
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 1 Minute.

Unfall Auf A1 Bei Bramsche
Flixbus landet im Graben – sieben Verletzte

NWZonline.de Region Wesermarsch Kultur

Aus Seezeichen werden Wahrzeichen

25.03.2015

Fedderwardersiel Auch das ehemalige Oberfeuer in Eckwarderhörne gehörte zu den weithin sichtbaren, früher unverzichtbaren Seezeichen, weil sie Schiffsführern halfen, den rechten Kurs zu halten. Heute sind viele Leuchttürme nicht mehr in Betrieb, dienen als Wahrzeichen der Küstenregionen, als Ausflugsziele und sind beliebte Fotomotive, so auch in Eckwarderhörne. „Leuchtfeuer an der Nordseeküste“ ist der Titel einer Ausstellung, die jetzt im Nationalparkhaus/Museum in Fedderwardersiel eröffnet wurde.

Der in Bremen gebürtige, jetzt in Jever wohnende Manfred Benhof erläuterte bei der Ausstellungseröffnung anhand von zahlreichen Fotos die Geschichte der Leuchtfeuer, deren Funktionen und Besonderheiten. Leuchttürme fotografiert Manfred Benhof bereits seit über 50 Jahren. Er ist stellvertretender Vorsitzender vom Förderverein Roter Sand, im Vorstand des Vereins maritimer Denkmalschutz und Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft Seezeichen.

Der Ursprung der ersten Leuchtfeuer liegt weit zurück, bereits in der Antike wurde den Seefahrern vom Land aus die Richtung gewiesen. Der Koloss von Rhodos sei aber lediglich eine Legende, den Pharos von Alexandria habe es allerdings 300 Jahre vor Christus gegeben, so Manfred Benhof. Auf alten Münzen sei überliefert, dass es auch im römischen Reich im Hafen von Ostia bereits Leuchttürme gegeben habe.

Im Mittelalter seien die Engländer und Franzosen Vorreiter im Bau von Leuchttürmen gewesen. Der Leuchtturm von Cordouan steht auf der Höhe der Gironde-Mündung vor der französischen Atlantikküste. Er ist seit 1611 in Betrieb und damit der dienstälteste Leuchtturm Frankreichs. Manfred Benhof bezeichnete dieses imposante Bauwerk als „König der Leuchttürme“.

Der Leuchtturmexperte erläuterte seinen Zuhörern den technischen Fortschritt in den Beleuchtungseinrichtungen. Nach Öl- und Gasbefeuerung bedienten sich die Erbauer schließlich der Elektrizität, immer auf der Suche nach einem hellerem Schein wurde die Technik der Parabolspiegel und die Optik immer weiter verfeinert.

Manfred Benhof zeigte mit Leuchttürmen wie Hohe Weg, Roter Sand und Alte Weser auch Beispiele einer prägnanten Baukunst an der deutschen Nordseeküste, die zum Teil nur noch als Attraktion für Touristen dienen. „Viele Leuchtfeuer hat das Schicksal des Abrisses ereilt, denn die Wasser- und Schifffahrtsämter kommen für den Erhalt der historischen Seezeichen nicht auf“, bedauerte Manfred Benhof. Dank moderner Navigationstechnik sind Schiffe heute nicht mehr zwanglos auf die Leuchtfeuer angewiesen.

Die Ausstellung im Nationalpark/Museum Fedderwardersiel mit auch ausrangierten Exponaten aus alten Leuchttürmen ist täglich von 10 bis 18 Uhr noch bis zum 3. Mai zu bewundern.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.